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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Vor dem Türmle in Feierlaune: Eine große Gruppe genießt in Dillweißenstein das Glockenläuten zu Neujahr. Foto: Alfred Stenzel
Vor dem Türmle in Feierlaune: Eine große Gruppe genießt in Dillweißenstein das Glockenläuten zu Neujahr. Foto: Alfred Stenzel
Im Türmle: Sabine Müller-Begoihn und Günter Haug. Foto: Rosi Kreuter
Im Türmle: Sabine Müller-Begoihn und Günter Haug. Foto: Rosi Kreuter
02.01.2019

Närrisches Jahr in Dillweißenstein ist eingeläutet

Pforzheim. Die Dillweißensteiner blicken zurück auf ein bewegtes und bewegendes Jahr 2018. Mit dem grandiosen Comeback des Fasnetumzugs und den vielseitigen Veranstaltungen zum 80-jährigen Bestehen des Nagoldfreibads habe der Stadtteil Glanzlichter im Pforzheimer Kulturkalender setzen können, heißt es in einer am Neujahrstag versandten Mitteilung.

„Grund genug, zum Start des neuen Jahres etwas ausgiebiger die Glocken zu läuten“, betont der Ehren-Gildemeister der Belrem-Gilde und Visionär Günter Haug. Kurzerhand wurde am Silvesterabend bei spartanischen Saitenwürschtle und Kartoffelsalat die ehemalige Arrest-Zelle im Dillsteiner Türmle besetzt, um stündlich mit Passanten die noch mit Handseil betriebene Glocke zu läuten. Punkt 0 Uhr war dann volle Hütte, und 2019 wurde mit ausgiebigem Glockengeläut begrüßt.

Auf zu neuen Triumphen

38 Jahre währt der Brauch, mit dem der im Jahr 1981 vereitelte Glockenraub alljährlich an Neujahr gefeiert wird. So sei es auch einst Günter Haug gewesen, der den Stadtoberen damals auf die Schliche gekommen sei, als sie die „ausgediente“ Alarm- und Totenglocke in einer Nacht- und Nebelaktion ins Heimatmuseum nach Brötzingen hätten verfrachten wollen.  Dank entschlossener Unterstützung des Dillweißensteiner Urgesteins und Alt-Stadtrats Gerhard Hahn hätten die Dillweißensteiner diese dreiste Aktion verhindern können. „Mit diesem Triumph-Bewusstsein sind sich die Dillweißensteiner auch einer langfristigen Lösung zum Erhalt des Nagoldfreibads gewiss“, heißt es in der Mitteilung. Am 5. März 2019 heißt es aber erstmal wieder „Dill-Wei-Ho!“. Dann schlängelt sich der Narrenzug erneut durch Dillweißenstein.