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OB Gert Hager (links) und Roland Ganninger betrachten das Kreuz.
OB Gert Hager (links) und Roland Ganninger betrachten das Kreuz.
10.02.2016

Nagelkreuz von Pforzheim bis 23. Februar im Neuen Rathaus zu sehen

„Die Zerstörung der Kathedrale von Coventry und ihr damaliger Domprobst Howard zeigen, dass man in Bezug auf Versöhnung auch Ungewöhnliches denken muss“, hebt Oberbürgermeister Gert Hager hervor. Diese Worte findet er bei der gestrigen Übergabe des Nagelkreuzes, das bis zum 23. Februar im Neuen Rathaus ausgestellt sein wird.

Die Geschichte dieses Objekts beginnt im Zweiten Weltkrieg und handelt von Vergebung und Frieden.

1940 zerstörten deutsche Flugzeuge bei einem Bombenangriff die Kathedrale der englischen Stadt Coventry. Richard Howard, zu dieser Zeit Domprobst, ließ die Worte „Father Forgive“ in der Chorwand der Ruine anbringen. Auf Deutsch bedeutet der Spruch „Vater vergib“. Außerdem fertigte man ein Kreuz aus drei großen Zimmermanns-Nägeln an, die die zerstörte Decke gehalten hatten. Dieses Kruzifix steht heute auf dem Altar der neuen Kathedrale.

Als Zeichen der Versöhnung gibt es nun auf der ganzen Welt Nagelkreuzgemeinden, seit 2005 auch in Pforzheim. In dieser globalen Gemeinschaft werde Frieden und Anerkennung gelebt, lobt Hager. Die Diskussion um den Umgang mit Menschen, die einem fremd seien oder gar feindselig erschienen, habe große Aktualität, betont er. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.