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Die Feuerwehr musste am Mittwoch mit Spezialanzügen aufrücken. Nun ist die Freibadsaison in Dillweißenstein vorzeitig beendet.
Die Feuerwehr musste am Mittwoch mit Spezialanzügen aufrücken. Nun ist die Freibadsaison in Dillweißenstein vorzeitig beendet. © Foto: Ketterl
07.09.2018

Nagoldbad bleibt nach erneutem Problem geschlossen

Pforzheim. Die Hoffnung auf ein Saisonfinale fürs Nagoldbad hat sich zerschlagen. Nur wenige Stunden konnten sich am Freitag Badegäste nach der Wiedereröffnung vergnügen, ehe erneut die Warnanlage ansprang.

Die rund 20 Besucher mussten raus, die Tore wurden nach ersten Tests endgültig geschlossen. Der laut gewordene Ruf nach einer Zugabe in der kommenden Woche wegen der guten Wetteraussichten verhallt ungehört.
Bereits am Mittwochabend hatte Chlorgas-Austritt einen Großeinsatz der Feuerwehr samt Evakuierung ausgelöst. Nach dem Austausch eines defekten Bauteils am Ventil eines Chlorgas-Reglers wurde die Anlage intensiv gecheckt und das Bad gestern um 9 Uhr wieder geöffnet. Wie Bernd Mellenthin, der Chef des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), der PZ berichtete, trat dann aber gegen 14.30 Uhr der nächste Fehler auf. Mechaniker des EPVB eilten herbei und zogen eine Fachfirma zu Rate. Tatsächlich wurde ein laut Mellenthin gering erhöhter Chlorgasgehalt in der Luft festgestellt – nicht so dramatisch, dass erneut die Feuerwehr hätte alarmiert werden müssen. Die Besucher konnten ruhig und geordnet das Bad verlassen. Als Auslöser wurde eine „Undichtigkeit“ der Chlorgasanlage festgestellt, die aber nicht konkret zu lokalisieren gewesen sei. Weil eine intensivere Prüfung nötig sei und Ersatzteile übers Wochenende ohnehin nicht beschafft werden könnten, habe man entschieden, das Nagoldbad nicht wieder zu öffnen. „Es tut uns sehr leid“, so Mellenthin. Wie im Wartbergfreibad, wäre in Dillweißenstein am Sonntagabend Saisonschluss gewesen. Eine Verlängerung, wie sie gestern der CDU-Stadtrat Jörg Augenstein forderte, sei schon aus personellen Gründen nicht möglich. „Wir sind beim Personal auf der letzten Rille“, verwies Mellenthin auf das allgemeine Problem, saisonale Arbeitskräfte zu finden.

Augenstein hatte gegenüber der PZ aufgrund der „hervorragenden Wetterprognosen“ eine Saisonverlängerung als „logische Konsequenz“ bezeichnet und auf die kurzfristig getroffene Entscheidung Stuttgarts verwiesen, zwei der fünf Freibäder – Killesberg und Möhringen – bis Sonntag, 16. September, geöffnet zu halten. Eine längere Öffnung des Nagoldbads wäre laut Augenstein gerade in Zeiten der Bäderkrise und wiederholter, durch Defekte ausgelöster Zwischenfälle ein positives Signal an die Bürger. Nach den Vorhersagen soll die kommende Woche trocken und sonnig werden, die Temperaturen könnten vielleicht sogar fast wieder an der 30-Grad-Grenze kratzen.

Am Mittwochabend war das Nagoldbad wegen des Austritts von Chlorgas evakuiert worden. Die Ursache für das Problem wurde schließlich am Donnerstag gefunden. Ab Freitagfrüh durften Schwimmer das Bad schließlich wieder betreten.

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tigerhai
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