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Marie (9), Hannah (7) und Rachel (9, von links) überreichen Oberbürgermeister Peter Boch die Friedenstaube, die Michael Kober vom Landesvorstand der Naturfreunde (hinten, links) und der Vorsitzende der Pforzheimer Ortsgruppe, Andre Schöttle, mitgebracht haben.  Foto: Meyer 

Naturfreunde ehren Pforzheim mit einer Friedenstaube

Pforzheim. Eigentlich hatten die Naturfreunde zu ihrem 125-jährigen Bestehen eine Friedenswanderung quer durch die Republik auf die Beine stellen wollen. Die Pandemie hat eine Verschiebung der Tour aufs kommende Jahr nötig gemacht. Deshalb setzt der Verein nun jeweils vor Ort Zeichen. Auch in der Region werden mehrere Gemeinden symbolisch mit einer Friedenstaube geehrt. Dass Pforzheim hier an diesem Montag den Anfang machte, kommt nicht von ungefähr.

Michael Kober, Mitglied des Landesvorstands, erinnerte beim Treffen im Rathaus mit Oberbürgermeister Peter Boch an den so verheerenden 23. Februar 1945 und die „leidvolle Geschichte dieser Stadt“. Hier sei der richtige Punkt, diese Aktion zu starten.

Dass die Friedensarbeit ein „fundamentales Element“ der Naturfreunde-Arbeit sei, stellten auch der hiesige Vorsitzende Andre Schöttle und der Ehrenvorsitzende Jens Kück heraus, der die Pforzheimer Ortsgruppe 33 Jahre lang leitete. Kück erinnerte an die gut 700 Bäume, die Pforzheims Naturfreunde nach Unwetterschäden zur Aufforstung stifteten, sowie an weitere Pflanzungen zur Verbesserung des Stadtklimas. Er führte aber auch die Mandela-Eiche nahe der Stadtkirche an, die sinnbildlich für das Anliegen des Vereins steht. Die Natur sei „durch Ausbeutung und egoistische Inanspruchnahmen von uns Menschen“ in Teilen der Erde „sehr gefährdet“, so Kück. Zum anderen wolle man aber auch klarmachen, dass Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg und Gewalt bedeute, sondern in Familie, Beruf, im Verein und in der Stadtgesellschaft vorgelebt werden müsse.

Mehr über die Verleihung lesen Sie am Dienstag, 1. September, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.