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13.09.2016

Neubesetzung des Pforzheimer Gestaltungsbeirats

Pforzheim. Nachdem die Mitglieder des Gestaltungsbeirats zum 1. Juli geschlossen zurückgetreten waren (die PZ berichtete), sei es der Stadt gelungen, für die neue Besetzung des fünfköpfigen Gremiums erneut „hochkarätige und renommierte Experten“ zu gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Dem Planungs- und Umweltausschuss werden in seiner Sitzung am 28. September als neue Mitglieder Professor Hans Klumpp (Klumpp + Klumpp Architekten, Stuttgart), Henning Ehrhardt (Bottega + Erhardt Architekten, Stuttgart), Christoph Felger (David Chipperfield Architects, Berlin), Professor Uta Stock-Gruber (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Landschaftsarchitektur) und Professor Dorothea Voitländer (dv Architektur und Stadtplanung, Dachau) zur Berufung vorgeschlagen.

Neu in der mit der Architektenkammer und dem Bund Deutscher Architekten (BDA) abgestimmten Zusammensetzung wurden die Fachdisziplinen Städtebau und Landschaftsarchitektur hinzugezogen. Mit Voitländer und Stock-Gruber sollen künftig städtebauliche Entwicklung und Freiraumgestaltung mehr in den Fokus gerückt werden.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Neubesetzung die bisherige hohe Qualität der Beratungen und das hohe Niveau weiterführen werden“, sagt Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler. Zwar soll in Pforzheim die Kultur wettbewerblicher Verfahren weiter vorangetrieben werden, jedoch beschäftigen die Stadt immer wieder öffentliche und vor allem private Bauprojekte, die nicht das Potenzial für ein Gutachter- oder Wettbewerbsverfahren haben, aber dennoch von besonderer Relevanz für das Stadtbild sind.

Diesem Sachverhalt soll durch das Angebot der Stadt und unabhängigen Sachverstand Rechnung getragen und ein Podium gegeben werden. „Eine Steigerung der Architekturqualität und nicht zuletzt auch verstärkte öffentliche Diskussionen über Baukultur ist das Ziel“, so die Baubürgermeisterin. Das Erbe aus sechs Jahren Gestaltungsbeirat mit über 100 beratenen Projekten seit der ersten Sitzung im September 2009 sei beachtlich, so die Bürgermeisterin weiter. Hinweise und Anregungen des Gestaltungsbeirats hätten sich nicht nur positiv auf die städtebauliche Entwicklung Pforzheims, das äußere Erscheinungsbild der Bauwerke, sondern auch auf deren innere Funktionszusammenhänge ausgewirkt.

Der Pforzheimer Gestaltungsbeirat genieße mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus große Beachtung und sei für Bauherren und Architekten zu einer festen Institution geworden.