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Bürger und Oberbürgermeister: Gert Hager (Mitte) mit knapp zwei Dutzend der 307 neu Eingebürgerten bei der Feier im Lichthof des Alten Rathauses.   Frommer
Bürger und Oberbürgermeister: Gert Hager (Mitte) mit knapp zwei Dutzend der 307 neu Eingebürgerten bei der Feier im Lichthof des Alten Rathauses. Frommer
03.07.2016

Neue Bürger im Rathaus begrüßt

Einbürgerungsfeier im Lichthof des Alten Rathauses: Oberbürgermeister Gert Hager (SPD) hieß 22 neue deutsche Staatsbürger in Pforzheim willkommen. Vor etwas mehr als 50 Zuhörern betonte Gert Hager: „Ich glaube nicht, dass sie diesen Schritt bereuen werden, im Gegenteil.“ Und: „Ihre Entscheidung bereichert die Stadt.“ Zuvor hatte er ausgeführt, jeder der neuen Staatsbürger habe sich nach seiner Einschätzung intensiv mit der Einbürgerung beschäftigt, denn ihre Wurzeln hätten sie ja in einem anderen Land und die würden sie auch ein Leben lang nicht vergessen. „Gerade in einer globalisierten Welt“, so Gert Hager weiter, „ist die Verbindung in ein anderes Land ein Riesenvorteil.“

Meist seit Jahren in der Stadt

Zwischen dem 1. Mai 2015 und dem 30. April 2016 wurden in Pforzheim 307 Menschen aus 49 unterschiedlichen Ländern eingebürgert, soweit bekannt, der höchste Wert in der Geschichte der Stadt. 61 von ihnen waren anerkannte Asylbewerber. Catherine Veil vom Bürgerbüro ergänzte im PZ-Gespräch: „Es sind 161 Frauen und 146 Männer“. Die meisten der neuen deutschen Staatsbürger leben schon seit einigen Jahren in Pforzheim. Viele haben hier geheiratet und nicht wenige haben Kinder, wie beispielsweise der Tunesier Mohamed Gacem, der nach Gert Hager eine Ansprache aus dem Blickwinkel der Eingebürgerten hielt. Der Kern seiner Rede lautete: „Egal welche Hautfarbe, egal welche Religion – ein Mensch ist immer Mensch!“

Wie unterschiedlich die Herkunftsländer der „Neu-Pforzheimer“ sind, wurde im Rahmen der Einbürgerungsfeier im Rathaus deutlich, die vom Bläserensemble der Jugendmusikschule unter der Leitung von Franz Tröster musikalisch umrahmt wurde. Neben Menschen aus arabischen, asiatischen und afrikanischen Krisenherden sind auch Zuwanderer aus EU-Staaten wie Großbritannien, Italien oder Rumänien unter den jetzt Eingebürgerten, die ihre Urkunden von Oberbürgermeister Gert Hager im Beisein der Stadträte Ellen Eberle und Ralf Fuhrmann (beide SPD), Emre Nazli (Grüne Liste), Brigitte Römer (FDP) und des Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Rülke (FDP) erhielten.

Mit der gemeinsam gesungenen dritten Strophe der Nationalhymne und einem kleinen Imbiss, mit Gesprächen und Begegnungen klang die Einbürgerungsfeier am Freitagabend aus.