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Karl-Heinz Ruff
Karl-Heinz Ruff
26.02.2016

Neue Ermittlungsgruppe: Polizei reagiert auf Intensivtäter unter Flüchtlingen

Pforzheim/Karlsruhe. Als erstes Präsidium in Baden-Württemberg reagiert das Polizeipräsidium Karlsruhe – zu dem auch Pforzheim, der Enzkreis und der Landkreis Calw gehören – auf die steigende Zahl von zugewanderten Mehrfach- und Intensivtätern. Von kommendem Dienstag an wird eine spezielle Ermittlungsgruppe, bestehend aus jeweils zwei Schutzpolizisten und Kriminalbeamten, die Arbeit im Rahmen eines zunächst sechs Monate dauernden Pilotprojekts aufnehmen. Ziel ist es, alle Erkenntnisse zentral zu erfassen, die polizeilichen Ermittlungsverfahren dadurch zusammenzuführen und sie so zu beschleunigen.

Kripo-Chef Karl-Heinz Ruff hat bereits Kontakt mit den für das Präsidium zuständigen Staatsanwaltschaften (Karlsruhe, Pforzheim und Tübingen) aufgenommen und die weitere Vorgehensweise – insbesondere zur Prüfung von Haftfragen – abgestimmt. Im engen Kontakt sei man, so Ruff bei einer am Freitag anberaumten Pressekonferenz, mit den Dienststellen im benachbarten Rheinland-Pfalz und dem Landeskriminalamt. Mehrfachtäter – wer also innerhalb von einem halben Jahr mindestens zehnmal straffällig wurde – sollten in Untersuchungshaft genommen und eine Abschiebung ermöglicht werden. Mit eingebunden waren bei der Vorbesprechung auch die Vertreter der für ausländerrechtliche Angelegenheiten und Abschiebungen zuständigen Abteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.