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Nur eines bleibt beim Alten: Bernd Grimmer (Mitte) führt die AfD-Liste an. An seiner Seite kämpfen Alexsei und Diana Zimmer, Alfred Bamberger und Fabian Völker (von links) auf den ersten fünf Plätzen um den Einzug in den Gemeinderat. Foto: Meyer
Nur eines bleibt beim Alten: Bernd Grimmer (Mitte) führt die AfD-Liste an. An seiner Seite kämpfen Alexsei und Diana Zimmer, Alfred Bamberger und Fabian Völker (von links) auf den ersten fünf Plätzen um den Einzug in den Gemeinderat. Foto: Meyer
10.02.2019

Neue Gesichter unter alter Führung: AfD nominiert Kandidaten für Kommunalwahl

Pforzheim. Eine unangefochtene Nummer eins, ein enttäuschter amtierender Stadtrat und eine langwierige Einzelwahl dominieren die Nominierungsversammlung des AfD-Kreisverbands Pforzheim/Enzkreis für die anstehende Gemeinderatswahl am Freitagabend im „Schützenhaus“.

Knapp 40 Mitglieder, darunter über weite Teile des Abends 33 Stimmberechtigte mit Wohnsitz in Pforzheim, verfolgen in der fünfeinhalbstündigen Sitzung den harten Kampf um die vorderen Plätze. Und der beginnt schon, bevor die erste Abstimmung überhaupt stattgefunden hat. Denn der amtierende AfD-Stadtrat Wolfgang Peter Gremminger lehnt den Vorschlag auf Blockwahl des Vorstandsmitglieds des Kreisverbands und Versammlungsleiters des Abends, Bernd Gögel, ab – und fordert stattdessen eine Einzelwahl. „Das Blockwahlverfahren spült die pflegeleichten Lieblinge nach oben. Wer mich als Stadtrat verhindern will, soll das zumindest offen tun“, so Gremminger in der Begründung seines Antrags, der mit einer knappen Mehrheit angenommen wird.

Platz zwei oder gar nicht

Während die Wahl um Listenplatz eins – außer Bernd Grimmer erhebt kein Kandidat Anspruch auf diese Position – schnell und mit 31 Ja- und zwei Nein-Stimmen ziemlich eindeutig über die Bühne geht, folgen im Anschluss nur noch Kampfabstimmungen. Für Platz zwei hat der Vorstand mit Alfred Bamberger – Ehemann der amtierenden AfD-Stadträtin Claudia Hoffmann-Bamberger sowie Vorstandsmitglied des Kreisverbands – einen Kandidaten aus den eigenen Reihen auf dem Zettel. Ein Platz, den auch Gremminger will. Am Ende triumphiert jedoch Bamberger, der in seiner Vorstellungsrede vielen Eingewanderten den fehlenden Willen zur Integration unterstellt, von einer „Bringschuld“ von Sozialleistungsempfängern spricht sowie unter anderem das Ende der gendergerechten Sprache in städtischen Vorlagen fordert. Gleichzeitig will er die „Pforzheimer Universität“ sichtbarer machen und die Bäder erhalten. 23 Stimmen entfallen auf den 62-jährigen Informatiker, während Gremminger, der 2014 auf Platz zwei antrat und in seiner Rede auf seine bislang geleistete Arbeit als Stadtrat, zum Beispiel in Sachen Messplatz, sowie seine Bemühungen zugunsten der Partei „Berührungsängste ab- und Kontakte aufzubauen“, hinweist, lediglich zehn Ja-Stimmen bekommt.

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