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Hartmut Rosa, vom Institut für Soziologie der Universität Jena, trifft mit seinem Referat zum Thema „Rasender Stillstand – Die beschleunigte Gesellschaft“ den Nerv der Zeit. Läuter
Hartmut Rosa, vom Institut für Soziologie der Universität Jena, trifft mit seinem Referat zum Thema „Rasender Stillstand – Die beschleunigte Gesellschaft“ den Nerv der Zeit. Läuter
08.10.2015

Neue Vortragsreihe des Studium Generale an der Hochschule eröffnet

Rasender Stillstand – Die beschleunigte Gesellschaft“ lautete der Titel, mit dem das Wintersemester des Studium generale vom Jenaer Soziologen hartmut Rosa eröffnet wurde. Und er trifft des Pudels Kern, denn, Forscher, zu dessen Schwerpunkten unter anderen die Soziologie der Moderne und Zeitdiagnosen gehören, „wir müssen rasen, und zwar immer schneller“. Warum?

Damit wir so bleiben können, wie wir sind, den Status quo unserer modernen Gesellschaft erhalten können. Aber was genau bedeutet eigentlich Moderne? Rosa definiert sie folgendermaßen: „Eine moderne Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich nur dynamisch zu stabilisieren vermag, was bedeutet, dass sie strukturell auf Wachstum, Beschleunigung und Innovationsverdichtung angewiesen ist, um sich zu erhalten und zu reproduzieren.“ Das sei sehr gut aber nicht ausschließlich in der Ökonomie beobachtbar und keine der Bundestagparteien zweifle daran, dass wir zum Erhalt des Status quo Wachstum benötigen, um einen Systemzusammenbruch zu verhindern. „Dieses System ist grundlegend pervers“, sagt Rosa.

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