«Exorbitante Steigerungsraten» was Einbrüche in der Region angeht
«Exorbitante Steigerungsraten» was Einbrüche in der Region angeht. 

Neue Zahlen, neue Tipps: Diebestouren in Pforzheim und dem Enzkreis

Pforzheim und Karlsruhe werden zunehmend Ziele von Einbrechern. In diesen Städten habe es sowohl im vergangenen Jahr als auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres «exorbitante Steigerungsraten» gegeben, berichtete der Leiter der Karlsruher Kriminalpolizeidirektion, Karl-Heinz Ruff, am Freitag vor Journalisten.

Die Gründe sind angesichts einer Aufklärungsquote von nur zehn Prozent unklar. Die Fahnder haben gute Verkehrsanbindungen im Verdacht. Unter den in den vergangenen Monaten festgenommenen Einbrechern seien aber auch eine Reihe von Asylbewerbern vor allem aus Georgien gewesen. Zwölf von 19 in diesem Jahr ertappten Einbrechern stammen von dort.

Landesweit stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Einbrüche um ein Drittel auf 11 295. Im Bereich des landesweit größten Polizeipräsidiums, das die Räume Karlsruhe, Pforzheim, den Enzkreis und Calw umfasst, stieg die Einbruchszahl um 65,5 Prozent auf 1927 Fälle - eine doppelte so hohe Zunahme wie im Landesdurchschnitt. Tendenz steigend: Bis zum 13. Mai schlugen Einbrecher allein im Stadtkreis Karlsruhe 339 Mal zu, in Pforzheim 204 Mal, was einer zehnprozentigen Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Polizei will ihre Einsatzkräfte an Einbruchsschwerpunkten bündeln, sich besser vernetzen, und sie ruft Bürger zur Mithilfe auf: Die in diesem Jahr geschnappten Einbrecher wurden schließlich zum großen Teil nach Hinweisen aus der Bevölkerung dingfest gemacht.

Ein privater Wachdienst, wie Bürger aus Tiefenbronn (Enzkreis) es planen, ist aus Sicht von Kripo-Chef Ruff unnötig. Das Gewaltmonopol des Staates müsse erhalten bleiben. «Sicherheit nach Lage des Geldbeutels darf nicht sein.»

Zehn goldene Regeln für ein sicheres Zuhause nennt die Polizei in einem Infoblatt, dass Sie heute verteilte. Dieses steht hier zum Download bereit.

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