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in der Schwarzwaldsaengerhalle. Konzert MGV Arlinger.  Axel Humbert und Chor singen die „Singschule“ aus „Zar und Zimmermann“ beim Konzert in der Schwarzwaldsängerhalle.  Tilo Keller
in der Schwarzwaldsaengerhalle. Konzert MGV Arlinger. Axel Humbert und Chor singen die „Singschule“ aus „Zar und Zimmermann“ beim Konzert in der Schwarzwaldsängerhalle. Tilo Keller
13.09.2015

Neuer Chor 07 vom MGV Arlinger teilt sich die Konzertbühne mit Gesangsprofis

Mit einem außergewöhnlichen Konzert hat der Neue Chor 07 vom MGV Arlinger unter der Leitung von Miriam Kurrle überzeugt. Sowohl klassische als auch moderne Chormusik hat das Publikum in der Schwarzwaldsängerhalle begeistert. Ergänzt wurden die Chorbeiträge durch Tenor Lemuel Cuento und Bassbariton Axel Humbert. Pianist Diethard Stephan Haupt begleitete das Konzert.

„Musik verbindet“, sagte Beate Dufke-Falkenstein, erste Vorsitzende des MGV Arlinger, zu Beginn. Das traf bei dieser Veranstaltung nicht nur auf Frauen- und Männerstimmen zu, sondern auch auf die Verbindung von Profisängern und Amateuren sowie die verschiedenen Musikrichtungen, die der Chor im Programm hatte.

Eine Herausforderung

Mit Gospelmusik eröffnete der gemischte Chor den musikalischen Reigen. Kurrle dirigierte voller Leidenschaft und ließ diese auch auf ihre Sänger überspringen. Lemuel Cuento und Axel Humbert sorgten unter anderem mit dem Duett „Komm, mein Söhnchen, auf ein Wort“ aus der Oper „Die verkaufte Braut“ für Begeisterung. Beide gehörten mehrere Jahre zum festen Ensemble am Theater Pforzheim und waren für Musikliebhaber keine Unbekannten.

Ebenso Pianist Diethard Stephan Haupt, der bis zum Sommer dieses Jahres am Theater Pforzheim als Kapellmeister tätig war. Am Konzertabend begleitete er nicht nur alle Beiträge am Klavier, sondern steuerte mit Consolations Nr. 4 von Franz Liszt außerdem einen Solobeitrag bei. „Es war eine Herausforderung für den Chor, mit den Profis zu singen“, berichtete Dufke-Falkenstein. Die Verbindung zwischen Profis und Amateuren hatte die Chorleiterin hergestellt. So konnte sich das Publikum unter anderem an der „Singschule“ aus der Oper „Zar und Zimmermann“ erfreuen, bei dem Bassbariton Humbert dem Chor den Satz „Euer Singen ist ein Graus“ entgegenschmettern darf. „Daran hatten wir ganz schön zu knabbern“, stellte Moderator und Chorsänger Peter Benkner fest.

In der Partitur darf der Darsteller den Chor schlussendlich aber auch loben, was sicher auch in der Realität verdient war. Für das Publikum waren aber nicht nur Gospels und Opernstücke ein vergnüglicher Ohrenschmaus. Der Chor mischte mutig moderne und eher unerwartete Lieder ins Programm, wie Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“, „Tage wie diese“ von den Toten Hosen oder „Ein ehrenwertes Haus“ von Udo Jürgens.