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Neu – oder wieder – dabei im Gremium: Frank Rittmann, Dirk Aigenmann und Mario Röseling (von links).
Neu – oder wieder – dabei im Gremium: Frank Rittmann, Dirk Aigenmann und Mario Röseling (von links).
11.07.2019

Neuer Ortschaftsrat in Büchenbronn: Spannendes Rennen um Posten

Pforzheim-Büchenbronn. Spannender kann kein Regisseur eine Wahl zum Ortsvorsteher drehen: Der Amtsinhaber – Ortsvorsteher Bernhard Schuler (SPD) – scheitert im ersten Wahlgang bei der Sitzung des neuen Ortschaftsrats, nur knapp, verfehlt die absolute Mehrheit der insgesamt zwölf Stimmen.

Dieter Rüdenauer (Freie Wähler), vorgeschlagen von seinem Kollegen René Nestler, kommt auf vier Stimmen – zu den drei aus seiner Fraktion mutmaßlich mit der des natürlichen Verbündeten von der FDP, Hans-Jürgen Burfeind. Und wer hat Zweifel daran, dass die zwei Stimmen für Reinhard Klein von ihm und seinem neuen Kollegen und Bürgerlisten-Freund Dirk Aigenmann stammen? Klein scheidet als Schwächster der Drei aus – spielt aber in zweierlei Hinsicht das Zünglein an der Waage. Die zwei Enthaltungen im zweiten Wahlgang gehen aller Wahrscheinlichkeit von Klein und Aigenmann aus – sie hätten für Schuler oder Rüdenauer zum Königsmacher werden können. Geht man davon aus, dass die drei anderen Genossen geschlossen Schuler gewählt haben, kommt nur noch einer der beiden CDU-Ortschaftsräte – Uwe Freivogel oder Jürgen Tappe – in Frage, die vom ersten zum zweiten Wahlgang die Seiten gewechselt hat. Fünf zu fünf also. Theoretisch könnte man dem Gemeinderat die Entscheidung überlassen, wer im Bergdorf ehrenamtlich dem Gremium vorsitzt. Doch das stößt zwar mehrheitlich, aber nicht einstimmig auf Gegenliebe – und so einigt man sich auf Klein, den ursprünglich dritten Kandidaten, als „Glücksfee“, denn nun ist Schluss mit sachlichen Differenzen oder persönlichen Präferenzen.

Verwaltungsleiterin Anette Kieselmann bereitet zwei handschriftliche Zettel vor. Klein wird einen ziehen, die Spannung steigt, auch bei der Zuhörerschaft. And the winner is . . . Bernhard Schuler. Der atmet hörbar durch, Rüdenauer verzieht keine Miene.

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