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Ein Hoch auf die 30. Auflage des OechsleFests: Citymanager Rüdiger Fricke, Teigwaren-Fabrikant Guido Jeremias, WSP-Event-managerin Annette De Gaetano, Wirte-Sprecher Frank Daudert und Jeremias-Mitarbeiterin Daniela Exler (von links). Foto: Seibel 

Neues Konzept: So vielfältig wird das 30. OechsleFest

Pforzheim. Damit die 30. Auflage des von der PZ maßgeblich unterstützten OechsleFests zu einer runden Sache wird, haben sie sich besonders ins Zeug gelegt. Citymanager Rüdiger Fricke und seine Mitarbeiterin Annette De Gaetano, Wirte-Sprecher Frank Daudert sowie Hauptsponsor Guido Jeremias haben am Dienstag in der Birkenfelder Teigwarenfabrik Einblicke in das Programm gewährt. Die kultige Schlemmermeile auf dem Marktplatz wartet ab Freitag nicht nur mit etlichen Neuerungen und vergnüglicher Vielfalt auf. Ein neues Konzept sorgt für mehr Sicherheit.

Das Pforzheimer OechlseFest startet am Freitag: Worauf freuen Sie sich am meisten?
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Woher kommen die Besucher und wie viele werden erwartet?

Laut Citymanager Fricke hat das OechsleFest nicht nur auf Menschen aus Pforzheim und dem Enzkreis Magnetwirkung. Aus allen Teilen Baden-Württembergs und aus Rheinland-Pfalz reisen Gäste an – immer häufiger bieten Busunternehmen einen Trip zum laut Fricke nach Stuttgart und Heilbronn drittgrößten Weinfest Süddeutschlands an. Er rechnet vom 21. August bis 6. September mit rund 250 000 Besuchern.

Was ist neu beim OechsleFest?

„Im 30. Jahr legen wir einen drauf“, sagt De Gaetano. Es gibt einen fünften Themenabend: die OechsleFest-Tanzparty mit DJ Thomas Brockmann am Sonntag, 23. August, ab 17 Uhr. Sekt- und Secco-Cocktails können sie sich in der neuen Schweickert-Lounge in den Genuss-Lauben von Enzo d’ Eugenio („Bellini“) munden lassen. Erstmals gibt es freitags und samstags ab 24 Uhr eine OechsleFest-Aftershow in der Disko „Sägewerk“ – schließlich wird das Publikum immer jünger. Auch das Glas-Design ist neu: Der Pforzheimer Künstler Dieter Goldenbaum hat es gestaltet. 16 300 Winzerbecher, Stiel- und Sektgläser wurden produziert. Viele Gäste nehmen ihr Glas mit nach Hause. Schöne Mitbringsel sind auch Herz-Anstecker, Gewinnspiel-Lose und Verzehr-Gutscheine.

Was kommt ins Glas?

Laut Wirte-Sprecher Daudert ist der Oechsle-Rosé der Renner. Er stammt vom Weingut Plag aus Kürnbach. Ebenfalls Kult sind der Oechsle-Rubin von Häußermann in Diefenbach und der Oechsle-Gold vom Gündelbacher Weingut Sonnenhof. Freunde edler Tropfen haben neben Sekt und Secco von Schweickert die Wahl zwischen mehr als 200 Weinen aus Baden-Württemberg. Und was kommt auf den Tisch? Rund 180 Gerichte bieten die acht Gastronomen an. Es gibt einen täglich wechselnden Mittagstisch, die Samstage sind Jeremias-Nudeltage. Handarbeit, Regionalität und Qualität sind laut Daudert Trumpf. Das kulinarische Angebot sei raffinierter denn je. Bestimmten früher etwa Schlachtplatte oder Rippchen die Speisekarten, ist die Küche heute leicht und hat einen „mediterranen Touch“. Da darf es schon mal ein Rucola-Salat mit Rumpsteak-Streifen sein.

Was sind die Glanzlichter?

Am Donnerstag, 27. August, steigt die Schweickert-Secco-Summer-Night, bei der 2000 Blumenketten an Besucherinnen verteilt werden. Das „heimliche Highlight“ nennt De Gaetano den Dirndl-Abend am Samstag, 29. August: „Es ist so viel Fesches anzuschauen bei dieser Riesen-Gaudi.“ Laut Daudert profitiert nicht nur hier der Einzelhandel vom OechsleFest: „Die Geschäfte verkaufen Dirndl, Janker und Lederhosen wie noch nie.“ Bundesweit bekannt ist die achtköpfige Frauenband „Isartaler Hexen“, die bei der PZ-Hüttengaudi am Freitag, 4. September, dafür sorgen wird, dass sich im Getümmel Celsius- und Oechsle-Grade annähern. 5000 Wunderkerzen funkeln, wenn die „Tops“ am Sonntag, 6. September, mit „Sierra Madre“ den Schlussakkord setzen. Schon jetzt sind die meisten Plätze reserviert. Im Laubendorf wird jeder Tag zum Fest. An allen 17 Tagen gibt es ab 17.30 Uhr, samstags und sonntags schon zum Frühschoppen ein Bühnenprogramm.

Wie reagiert die Stadt auf den stetig steigenden Andrang?

Mit einem neuen Sicherheitskonzept, das eine Fachfirma in Kooperation mit Feuerwehr und Baurechtsamt erstellt hat (die PZ berichtete). „Die Entwicklung an Themenabenden hat uns zum Nachdenken gebracht“, sagt Daudert. Die Rettungs- und Fluchtwege werden deutlich breiter. Das hat Folgen. Dauderts Enzauen-Stuben rücken weiter gen Osten und damit hinter die Poller, die der findige Wirt mit Platten versehen und zu Stammtischen umfunktioniert hat. Das Kühlhaus des Oechsle-Brunnens von Dietmar Weiß („Hotel Hasenmayer“) rückt Richtung C & A. Nebeneffekt: Von allen Lauben haben Besucher nun freie Sicht gen Bühne.

Wann geht’s los? Die Lauben sind aufgebaut und stehen am Freitag ab 11 Uhr offen. Um 18 Uhr ist offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Alexander Uhlig. Das OechsleFest ist täglich von 11 bis 23 Uhr, freitags und samstags bis 24 Uhr zu erleben.

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