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2018: Freuen sich über die Mietvertragsunterzeichnung für das neue Pforzheimer Gebrauchtwarenkaufhaus: André Förster Firma Immobilien Förster, Vermieterin Simone Zeller, Norbert Bogner, Geschäftsführer miteinanderleben service gGmbH und Bruno Klopfer, Vorstand von miteinanderleben. Foto: Patric Zeller

Neues Sozialkaufhaus in Pforzheim soll am 13. Juli eröffnen

Pforzheim. Gebrauchte Möbel, Bekleidung, Spielwaren und Bücher stapeln sich fein säuberlich in den Regalen auf 800 Quadratmetern in den ehemaligen Fabrikräumen an der Naglerstraße 2b.

Dazu werden Eigenprodukte wie Stroh und Äpfel angeboten. Am Samstag, 13. Juli, um 10 Uhr, wird die miteinanderleben service gGmbH ihr Gebrauchtwaren-Kaufhaus eröffnen. Geplant ist ein musikalisches Rahmenprogramm, eine Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion, die Dörte Maack – selbst von Blindheit betroffen – moderiert, Eröffnungsangebote und Spielspaß für Kinder.

Der Kaiserslauterner Verein „Lauter Steine“ wird sein Legomodell vom Reichstag zeigen mit 300.000 Steinen. Die gesamte Verwaltung des Trägers miteinanderleben ist inzwischen aus der Nordstadt in die Oststadt an den neuen Standort umgezogen.

Die PZ-Aktion „Menschen in Not“ finanziert die neue Cafeteria als Herzstück in Höhe von 40.000 Euro. Norbert Bogner, Geschäftsführer des Vereins miteinanderleben und der service gGmbH, hatte vor einigen Monaten eine Immobilie in der Oststadt unter Vertrag genommen (die PZ berichtete). Die nötigen Um- und Einbauten sind nahezu abgeschlossen, damit auch Menschen mit Behinderung dort die Ware annehmen, sortieren, aufbereiten und dem Kunden präsentieren können. Zum Beispiel wurde ein Fahrstuhl eingebaut, um vollständige Barrierefreiheit im ganzen Kaufhaus zu gewährleisten. Von jetzt 90 auf 120 Mitarbeiter soll der Stamm der miteinanderleben service gGmbH durch das neue Projekt wachsen. Die Hälfte der 28 neuen Arbeitsplätze sollen Nichtbehinderte einnehmen wie etwa eine Schneiderin und weitere Arbeitserzieher. Bogners Konzept sieht eine breitere Kundschaft vor und eine Warenpräsentation, die sich regelmäßig verändert. Gut erreichbar werde das Kaufhaus durch Busse sein und mit Parkplätzen ausgestattet, verspricht er. Er nennt das Vorhaben einen Meilenstein in Sachen Integration – durch den ständigen Kundenkontakt. Bogner ist von der enormen Resonanz schon im Vorfeld der Eröffnung überrascht:„Das Interesse von außen ist unglaublich“. Seit er auf Facebook und Instagram den Termin genannt hätten, hätten unglaublich viele Menschen erklärt, wie sehr sie auf die Eröffnung warteten.

Martina Schaefer

Martina Schaefer

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