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Anerkennung für die „Zuverlässigkeit in Person“: Oberbürgermeister Gert Hager (links) dankt Norbert Echle, in dessen Zeit 306 Ratssitzungen fielen. Foto: Ketterl
Anerkennung für die „Zuverlässigkeit in Person“: Oberbürgermeister Gert Hager (links) dankt Norbert Echle, in dessen Zeit 306 Ratssitzungen fielen. Foto: Ketterl
Verwaister Blumengruß: Grüne-Liste-Stadträtin Renate Thon ist bei ihrem Abschied nicht zugegen. Sie wird für ihr Engagement die Bürgermedaille erhalten. Foto: Ketterl
Verwaister Blumengruß: Grüne-Liste-Stadträtin Renate Thon ist bei ihrem Abschied nicht zugegen. Sie wird für ihr Engagement die Bürgermedaille erhalten. Foto: Ketterl
Am Rande des Wartbergbad-Geländes soll ein Hallenbad entstehen. Foto: Constrata
Am Rande des Wartbergbad-Geländes soll ein Hallenbad entstehen. Foto: Constrata
27.07.2016

Neues aus dem Gemeinderat: Abschiede nach vielen Jahren und Hallenbadpläne

Pforzheim. Bevor der Gemeinderat am Dienstag die rund 30 Tagesordnungspunkte angehen konnte, standen zwei Abschiede an: Mit Norbert Echle verlasse „die Zuverlässigkeit in Person“ das Rathaus, so Oberbürgermeister Gert Hager. Echle, der im September in den Ruhestand geht, ist seit 1967 in Diensten der Verwaltung, bereitete zahlreiche Sitzungen vor und begleitete sie.

Der mit stehenden Ovationen geehrte Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit, Rats- und Europaangelegenheiten (ORE) verabschiedete sich mit dem Wunsch, dass die Räte bei Ihren Beratungen und Entscheidungen „das Wohl unserer – ich sage bewusst: meiner – Stadt im Blick haben“. Grüne-Liste-Stadträtin Renate Thon, die den Gemeinderat verlässt, war nicht zugegen. „Ich werde ihr in geeigneter Weise die Anerkennung übermitteln“, sagte Hager. Thon erhalte die Bürgermedaille.

Grünes Licht für Bäderpläne

Eines der zentralen Sachthemen waren die Bäderpläne der Stadtverwaltung, die die Mehrheit des Gemeinderats fanden. Er beauftragte das Rathaus, sowohl den Neubau des Huchenfelder Hallenbads als auch die Planung eines neuen Bads mit Investorenbeteiligung auf dem Wartberg weiter zu verfolgen. Beide Punkte wurden getrennt abgestimmt. Während das Huchenfelder Projekt alle Gemeinderäte hinter sich hatte, kritisierten AfD-Fraktionschef Bernd Grimmer und LBBH/UB-Chef Bernd Zilly, dass mit den Wartberg-Plänen ein „Volksbad“ (Zilly) im Zentrum der Stadt entfalle. UB und AfD stimmten dagegen. Der Erste Bürgermeister Roger Heidt, dessen Übergang zu den Stadtwerken CDU-Fraktionschef Florentin Goldmann humorvoll mit „will nicht sagen in Rente“ kommentiert hatte, berichtete von im Grundsatz „sehr, sehr positiven“ ersten Gesprächen mit möglichen Investoren.

Abseits der prominenten Bäderthematik hat der Gemeinderat am Dienstag gemäß den Ergebnissen der Ausschüsse unter anderem folgende Beschlüsse gefasst;

Die Verwaltung hat den Auftrag, erneut Gespräche über eine Umsetzung des Zentrums für Präzisionstechnik zu führen. Dieses hatte das Regierungspräsidium aufgrund von Haushaltsbedenken getoppt. Nach der Konsolidierung soll nun ein zweiter Versuch gestartet werden. Der Rat schrieb Hager auch ins Stammbuch, erneut mit dem Enzkreis über eine Beteiligung zu sprechen.

Die Voliere im Wildpark kommt. Die Beteiligung der Stadt ist auf 300 000 Euro gedeckelt. CDU-Stadrat Andreas Herkommer würdigte unter der Zustimmung des Rats die Arbeit des Fördervereins und dessen verstorbener Vorsitzender Christine Stavenhagen.

Die Finanzierung der Mehrkosten für die Sanierung des Neuen Rathauses ist genehmigt. Die bislang nicht berücksichtigte Notstromversorgung erhöht den Preis des Vorhabens von rund 14 auf 15,3 Millionen Euro.

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