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Volles Haus: Vor annähernd 2000 Zuhörern steckt Oberbürgermeister Peter Boch ehrgeizige Ziele für Pforzheim. Foto: Meyer
Zeigen im Jubiläumsjahr den Wildpark von seiner schönsten Seite: das Team um Fördervereinschef Jan Lauer (vorne, Mitte) und Förster Carsten Schwarz (hinten, links). Die Spenden der Besucher des Neujahrsempfangs kommen der Arbeit im Hagenschieß zugute. Foto: Meyer
Carola Pigisch (links) und Diana Wolff informieren über die Familienfreundliche Stadt. Erstmals wurde beim Empfang Kinderbetreuung angeboten. Foto: Meyer
Glücksbringer: die Schornsteinfeger Jan Kaucher, Stefan Böringer, Daniel Hermanns und Tim Schneider (von links). Foto: Meyer
Reißen das Publikum mit und ernten mit Abstand den meisten Beifall: die Hebel-Gymnasiasten der Big Band, denen ebenso wie dem schuleigenen Chor am Ende die stehenden Ovationen gelten. Foto: Meyer
Selbstbewusst: Peter Boch. Foto: Meyer
14.01.2018

Neujahrsempfang: OB Peter Boch will Pforzheim attraktiver machen

Pforzheim. Eine neue Zeitrechnung hat für die Goldstadt begonnen – nicht nur, weil ihre Bürger erstmals an einem Nachmittag zum großen Empfang zusammenkommen. Am Rednerpult erlebt Peter Boch (37) an diesem Sonntag seine Premiere.

Neujahrsempfang 2018 der Stadt Pforzheim

Ein Traum sei für ihn wahrgeworden, sagt er mit Blick auf die Wahl im Mai, die ihn ab 1. August zum Oberbürgermeister machte. Nach 167 Tagen im Amt gibt er sich selbstbewusst mit „ehrgeizigen Zielen“, aber auch selbstkritisch: „Es geht mir auch oft zu langsam voran.“ Boch verbreitet Aufbruchstimmung, kündigt jedoch zugleich einen Sparkurs an – ohne Details zu nennen. Er will Pforzheim familienfreundlich machen und zu neuer Stärke führen und wirbt für einen Schulterschluss: „Seien Sie ein aktiver Teil.“ Dass den Ruf fast 2000 Bürger – darunter Bochs Vorgänger Gert Hager und Christel Augenstein – hören, dürfte ihm Mut machen: Das Interesse ist groß wie die Erwartungshaltung.

Familienfreundlichkeit: Alle Bürger sollen sich wohlfühlen. Entscheidend sei aber insbesondere, dass sich junge, gut ausgebildete Menschen niederlassen. Boch verweist auf die neue Koordinierungsstelle „Familienfreundliche Stadt“ und auf Kinderbetreuung wie das „TaPir-Angebot“.

Bildergalerie: Neujahrsempfang der Stadt Pforzheim 2018

Wirtschaft: Für Arbeitsplätze brauche es Platz. In den kommenden vier bis fünf Jahren wolle er 100 Hektar neuer Gewerbeflächen schaffen. Das Gebiet Ochsenwäldle an der A 8-Ausfahrt Süd habe sich als zu aufwendig und teuer erwiesen. Trotz hoher Hürden setzt Boch voll aufs anvisierte Waldstück auf der Wilferdinger Höhe: „Ich möchte nach Klapfenhardt, und deshalb marschiere ich jetzt los.“ Auch wenn noch „intensive Gespräche mit allen Beteiligten“ zu führen seien.

Investitionsstau: „Teilweise Erschreckendes“ habe er bei Schulbesichtigungen gesehen. Die Stadt müsse sich der Herausforderung stellen, „unsere Schulen auf Vordermann zu bringen“. Kurzfristig seien 45 Millionen, langfristig gar 130 Millionen Euro nötig. Bildung und Angebote für Kinder seien ein „knallharter Standortfaktor“, ebenso attraktive Wohngebiete. Da spreche er als „Familienvater Boch“ wie als „Ehemann Boch“ – der hier definitiv auch privat seine Heimat finden wolle: „Wir werden nach Pforzheim ziehen. Punkt.“

Innenstadt: Die an diesem Montag startende Neugestaltung der Fußgängerzone, bei der der Bund 90 Prozent der Kosten trage, erhöhe die Attraktivität des Zentrums ebenso wie die jüngst von ihm durchgesetzte „Brötchentaste“ für 30-minütiges kostenfreies Parken. Der mit Abstand größte Schritt aber stehe mit dem Großprojekt Innenstadt-Ost noch bevor. Boch räumt ein, anfangs skeptisch gewesen zu sein. Er akzeptiere, dass seine Idee einer Bürgerbefragung gescheitert sei, „auch wenn ich mir anderes gewünscht hätte“. Zugleich stellt er heraus, inzwischen „fest davon überzeugt“ zu sein, dass das Projekt Pforzheim voranbringe – zum „fairen Preis“. Zehn Millionen Euro investiere die Stadt, wovon sieben Millionen Euro bereits ausgegeben seien. Dafür flössen 100 Millionen Euro an Fördermitteln und privatem Kapital. Alle Entwürfe funktionierten jedoch nur, wenn die Schloßberg-Auffahrt geschlossen werde. Ersatzrouten und Möglichkeiten zur Untertunnelung würden geprüft. Er warne aber davor, „das gesamte Vorhaben auf diese Frage zu reduzieren“.

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dasbinichnicht
14.01.2018
Neujahrsempfang: OB Peter Boch will Pforzheim attraktiver machen

Bäder ? fehlt da nicht was? mehr...

ROSAROT
15.01.2018
Neujahrsempfang: OB Peter Boch will Pforzheim attraktiver machen

Interessante Sätze des OB. Einige Spezialisten hier sowie besonders der Lautsprecher Rülke sollten diese doch glatt mitschreiben: Die an diesem Montag startende Neugestaltung der Fußgängerzone, bei der der Bund 90 Prozent der Kosten trage, erhöhe die Attraktivität des Zentrums ebenso wie die jüngst von ihm durchgesetzte „Brötchentaste“ für 30-minütiges kostenfreies Parken. Der mit Abstand größte Schritt aber stehe mit dem Großprojekt Innenstadt-Ost noch bevor. Boch räumt ...... mehr...