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Sie stehen vor einer auch für die Bundes-FDP richtungsweisenden Landtagswahl: Ortsverbandschef Matthias Köhler, Landeschef Hans-Ulrich Rülke, Bundeschef Christian Lindner und Ersatzbewerber Erik Schweickert (von links). Ketterl
Sie stehen vor einer auch für die Bundes-FDP richtungsweisenden Landtagswahl: Ortsverbandschef Matthias Köhler, Landeschef Hans-Ulrich Rülke, Bundeschef Christian Lindner und Ersatzbewerber Erik Schweickert (von links). Ketterl
SWR-Kinderreporter Yunus interviewt Hans-Ulrich Rülke.
SWR-Kinderreporter Yunus interviewt Hans-Ulrich Rülke.
31.01.2016

Neujahrsempfang der FDP im Osterfeld: Bundeschef Lindner zuversichtlich

Stärkung des Mittelstands, Investitionen in Bildung und Infrastruktur, zuallererst eine humane, aber geordnete Flüchtlingspolitik: Der Neujahrsempfang am Samstag im Kulturhaus Osterfeld machte deutlich, mit welchen Themen die FDP am nicht nur im Südwesten für die Partei wegweisenden 13. März punkten will.

Wie in Baden-Württemberg wird dann auch in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt gewählt. Er sei überzeugt, „dass das für die FDP ein großer Tag wird“, sagte der Bundesvorsitzende Christian Lindner. Ein gutes Ergebnis in Stuttgart wäre zugleich ein wichtiges Signal dafür, dass die Partei in Berlin nur das einlegt, was Lindner eine „Parlamentspause“ nennt.

Wie groß das Interesse an der künftigen Rolle der Liberalen ist, führte die Resonanz vor Augen. Ein Fernsehteam der ARD rückte Lindner und den Chef der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, in den Fokus, und auch der SWR-Kinderreporter Yunus (12) holte sich die Parteipromis ans Mikrofon. Rülkes „Kandidatencheck“ ist laut Redakteur Alexander Stein am Dienstag, 23. Februar, im Südwestrundfunk zu sehen.

Keinen freien Platz gab es im Malersaal, den 300 Besucher füllten. Dass auch die CDU-Landtagsabgeordnete Viktoria Schmid und der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum gekommen waren, wertete Rülke als „Zeichen politischer und persönlicher Verbundenheit“. Geschont wurde die Union aber deshalb nicht.

Wie jüngst ausführlich im PZ-Interview, ging Lindner auch im Kulturhaus mit der Zuwanderungspolitik der Bundesregierung hart ins Gericht. Er sprach von „staatlichem Organisationsversagen“. Kanzlerin Angela Merkel habe Deutschland in Europa isoliert. Zugleich stellte der FDP-Chef heraus, dass jenen Menschen, die in ihrer Heimat bedroht und verfolgt würden, geholfen werden müsse: „Wer das bestreitet, hat weder Moral noch Herz.“ Dringend erforderlich sei ein Einwanderungsgesetz mit klar formulierten Kriterien. Mit Symboldebatten, Schuldzuweisungen und Blockaden mache man nur Rechtspopulisten groß. Vor jenen, insbesondere vor der AfD, warnte Lindner. Wer von „Volksgemeinschaft“ spreche, verwende „Nazi-Jargon“. Eine Partei, die „in Rassekategorien denkt und Krisen aus eigenem Egoismus herbeiseht, darf in Deutschland niemals mehr politische Bedeutung erlangen.“

Fürsprecher der Wirtschaft

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