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Diskutieren beim DGB-Neujahrsempfang: OB Peter Boch, Staatssekretärin Gisela Splett, Julia Friedrich (DGB), Hanna Binder (Verdi), Katja Mast (SPD) und Professor Peter Bofinger (von links). Foto: Ketterl
Diskutieren beim DGB-Neujahrsempfang: OB Peter Boch, Staatssekretärin Gisela Splett, Julia Friedrich (DGB), Hanna Binder (Verdi), Katja Mast (SPD) und Professor Peter Bofinger (von links). Foto: Ketterl
11.01.2019

Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbunds: „Steile Thesen“ für das Jahr 2030 auf dem Prüfstand

Pforzheim. Wo steuert Pforzheim hin, mit welchen Themen – am besten Erfolgen – landet die Goldstadt (oder trägt sie bald ein anderes Synonym?) beispielsweise im Jahr 2030 (natürlich positiv) in den Schlagzeilen?

Der Mann, der zumindest eine kurzfristige Vision entwickeln muss und sie am Samstag bei seinem zweiten Neujahrsempfang der Stadt Pforzheim vor rund 1500 Zuhörern im CCP präsentieren wird, sitzt an diesem späten Nachmittag in der ersten Reihe des Reuchlinhauses: Peter Boch, Oberbürgermeister, und in dieser Funktion einer der zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beim Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

[ Ein PZ-Interview mit Peter Bofinger lesen Plus-Abonnenten hier oder am 11. Januar in der Pforzheimer Zeitung ]

Und er ist einer der Mitdiskutierenden auf dem Podium, als es um das Thema „Pforzheim 2030 – Weichenstellung für ein gutes Leben und Arbeiten“ geht. Mit ihm diskutieren nach der Begrüßung durch den ehrenamtlichen DGB-Kreisverbandsvorsitzenden Wolf-Dietrich Glaser, den musikalischen Auftakt durch den Schülerchor der elften Klasse des evangelischen Seminars Maulbronn und das inhaltliche Entrée durch Susanne Nittel, der regionalen DGB-Chefin, und Franz Herkens, Glasers Vize, mehrere Hochkaräter, an ihrer Spitze Professor Peter Bofinger. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast ist ebenso mit von der Partie wie Gisela Splett (Grüne), Staatssekretärin im Finanzministerium und Hanna Binder, die stellvertretende Landesbezirksleiterin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Moderation obliegt der Geschäftsführerin des DGB-Bezirks Baden-Württemberg, Julia Friedrich.

Werden die „steilen Thesen“ der Zukunftswerkstatt Aussicht auf Erfolg haben? Beispielsweise, dass das Land einem Altlastenfonds für Kommunen zustimmt und auch Pforzheim finanziell entlastet? Oder dass der Bund die Unterkunft für „Hartz-IV“-Empfänger komplett übernimmt? Oder die Stadt Arbeitgeber zu einer 100-prozentigen Tarifbindung ermuntert? Oder dass „Künstliche Intelligenz“ Sechs-Stunden-Arbeitstage bei gleichen Bezügen ermöglicht?

Da ist selbst der Optimist Bofinger zurückhaltend: „So schnell nun doch nicht.“