nach oben
Immer wieder wird eine der Nord-Süd-Verbindungen – Schloßkirchenpark und östliche Bahnhofsunterführung – Fußgängern zum Verhängnis. Sie werden Opfer von Straftaten. Foto: Ketterl
Immer wieder wird eine der Nord-Süd-Verbindungen – Schloßkirchenpark und östliche Bahnhofsunterführung – Fußgängern zum Verhängnis. Sie werden Opfer von Straftaten. Foto: Ketterl
22.01.2018

„Nie wieder durch den Park“: Mann wird Opfer von Schlägerbande bei Schloßkirche

Pforzheim. Wer den Faustschlag im Gesicht spüre, dem sei es als Verbrechensopfer egal, wie die scheinbar objektiven Zahlen aussehen. So sagte es Markus Bechtle namens des CDU-Stadtverbands, nachdem die Polizei in der vergangenen Woche die CDU-Onlinepetition mit Zahlen aus der Kriminalstatistik gekontert hatte. Dass Gernot F. (Name geändert) am Montag Vormittag in einem Pforzheimer Klinikum unters Messer kam und laut Prognose seines Arztes die nächsten vier Monate an den Folgen eines Fuß-Trümmerbruchs laborieren wird, dürfte Wasser auf die Mühlen der Online-Petenten sein – auch wenn man unter dem Eindruck der von Polizeivizepräsident Franz Semling am Mittwoch präsentierten Zahlen Formulierungen in der Petition „angepasst“ hat (Bechtle).

Der Fall hat es bisher nicht in den Verteiler des Polizeipräsidiums an die Medien geschafft – obwohl sich die Tat bereits in der Nacht zum 13. Januar an einem der Kriminalitäts-„Hotspots“ in der Pforzheimer Innenstadt ereignet hat, Anzeige erstattet wurde und nach Information der Mutter des Opfers die Kripo die Ermittlungen aufgenommen hat. Dieter Werner, einer der Sprecher des Polizeipräsidiums, rechtfertigt das Vorgehen: Gemeldet worden sei „nur“ eine Körperverletzung – erst drei Tage später habe sich die Tat als Raubdelikt herausgestellt – nachdem das Opfer seine Version der Dinge vorgetragen habe. Alles in allem, so Werner, seien die Angaben „unschlüssig“ gewesen. „Natürlich“ ermittle jetzt die Kriminalpolizei.

Gernot K., so schilderte es seine Mutter, sei mit zwei Kumpels „kurz nach Mitternacht“ (laut internem Polizeivermerk war es gegen 2.30 Uhr) aus einem Lokal am Schloßberg getreten in der Absicht, ein Taxi für die Heimfahrt zu nehmen. Der schnellste Weg zum Bahnhof: durch den Schloßkirchenpark – ein Fehler, den er nie wieder machen werde, sagt der 40-Jährige.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Mehr zum Thema:

Innere Sicherheit: CDU entschärft Online-Petition

Gestiegene Kriminalität in Pforzheim? – Gefühl und Fakten

Ordnungsdezernent Dirk Büscher will Sicherheitsgefühl der Pforzheimer steigern

Wenn der Pforzheimer Schloßpark zum „Angst-Raum“ wird

Nach Schlosspark-Überfällen: Verdächtige bleiben vorerst in U-Haft

Nach Raubüberfällen: Polizei erhöht Präsenz im Schlosspark

Vier Menschen im Schlosspark brutal beraubt: Sechs junge Leute festgenommen

Tatort Schlosspark: Polizei nimmt zwei junge Männer nach Raubversuch fest

Schlosspark: Männergruppe schlägt auf Mann ein, couragierter Passant greift ein

27-Jähriger wird im Schlosspark angegriffen und beraubt

20-jährige Frau mitten in Pforzheim vergewaltigt

In Pforzheimer Parks kein Alkoholverbot - Genervte Passanten im Schloßpark

Störtebeker
23.01.2018
„Nie wieder durch den Park“: Mann wird Opfer von Schlägerbande bei Schloßkirche

In Schweden wird nun in Stockholm und Malmö in einigen Bezirken das Militär eingesetzt um die ausufernde Kriminalität einzudämmen. mehr...

Finn
23.01.2018
„Nie wieder durch den Park“: Mann wird Opfer von Schlägerbande bei Schloßkirche

Wenn einem selbst Dinge widerfahren, spielt die Statistik keine Rolle. Als man vor Jahren bei mir Schilddrüsenkrebs feststellte, erfuhr ich gleichzeitig, dass diese Krankheit ganz besonders selten ist. Im eigenen Leben ist jeder Mensch ein Einzelfall..... mehr...

Nordstädtler
23.01.2018
„Nie wieder durch den Park“: Mann wird Opfer von Schlägerbande bei Schloßkirche

[QUOTE=sturm;294387]So viel zum Thema Kriminalität in Pforzheim nimmt ab. Man soll sich sicherer fühlen. Der absolute Witz!!! Das ist keine Lügenpresse sondern Lügenämter.[/QUOTE] Iwo. Hat sogar schon mal jemand (wohl einer mit drei Aluhüten aufeinander) behauptet, es gäbe da doch so etwas wie insgeheime Absprachen zwischen Polizei und Zeitungen, was und wie viel man bringen soll von unerfreulichen Dingen. Alles gelogen. Ehrlich. mehr...

rostiger ritter
23.01.2018
„Nie wieder durch den Park“: Mann wird Opfer von Schlägerbande bei Schloßkirche

[QUOTE=Nordstädtler;294431]Iwo. Hat sogar schon mal jemand (wohl einer mit drei Aluhüten aufeinander) behauptet, es gäbe da doch so etwas wie insgeheime Absprachen zwischen Polizei und Zeitungen, was und wie viel man bringen soll von unerfreulichen Dingen. Alles gelogen. Ehrlich.[/QUOTE] Früher hätte es sowas nicht gegeben. Oder man hätte nicht drüber berichtet. Ich meine damit gar nicht. Nicht einmal in der PZ... mehr...