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Ihr perfektes Pausenbrot – natürlich mit viel Liebe selbst gemacht – lässt sich PZ-Redakteurin Nina Giesecke schmecken. Foto: Dietz
Ihr perfektes Pausenbrot – natürlich mit viel Liebe selbst gemacht – lässt sich PZ-Redakteurin Nina Giesecke schmecken. Foto: Dietz
16.09.2016

Ninas Ding: Mit einem Pausenbrot den Arbeitstag überleben

Pforzheim. Erst einmal mit ordentlich Butter bestreichen, dann mit zwei Scheiben Käse, einer Scheibe Wurst, Tomaten und Gurkenscheiben belegen. Zur Krönung fehlen nur noch ein paar knackige Salatblätter. Und natürlich die nötige Portion Liebe, die ein Vesper erst so richtig lecker werden lässt. Fertig ist mein Traum-Pausenbrot. Da könnte ich mich reinlegen. Oder besser gesagt: reinbeißen.Die Schule hat wieder angefangen und das Vesper für zwischendurch wird zum großen Thema.

„Mama, ich mag aber keine Leberwurst“ oder „Och ne, schon wieder kein Nutellabrot“ – mit diesen Aussagen treiben Kinder ihre Eltern häufig in die Verzweiflung. Ich war da selbst nicht anders. Aber inzwischen bin ich aus dem Alter raus, in dem meine Mutter mir allmorgendlich ein Vesper richtete – zu ihrem Glück.

Heute nehme ich mein Glück – beziehungsweise mein Pausenbrot – selbst in die Hand. Aber wie handhaben das andere Leute? Was essen sie am liebsten zur Stärkung während der Arbeitszeit oder in der Schulpause? Ich habe mich in der Pforzheimer Innenstadt umgehört und interessante Erkenntnisse gemacht: Klassiker wie Salamibrot und Käse-Weck oder Äpfel, Bananen und Trauben stehen bei den meisten hoch im Kurs, die in der Mittagszeit durch die Fußgängerzone schlendern. Andere greifen lieber zu Keksen oder einer Tafel Schokolade. Davon wird man zwar nicht satt – aber trotzdem würde ich dazu auch nicht Nein sagen.

Doch eine Aussage hat mich nachhaltig schockiert: Ein junger Mann erklärte mir, er würde nichts, aber auch gar nichts, zu Essen mitnehmen. Vor Schreck blieb mir der Mund offen stehen. Wie soll man da überleben? In der Online-Redaktion der PZ, die seit Kurzem mein neues Zuhause ist, ist das nicht nur für meinen Chef unvorstellbar. Ob er vielleicht fürs Essen bezahlt wird? Aber auch ich packe morgens direkt mein Vesper aus. Zur Belohnung für eine gelungene Meldung, die unsere Homepage ziert, gönne ich mir dann einen großen Biss von meinem mit Liebe zubereiteten Pausenbrot. Jetzt weiß ich auch, was mein Chef immer mit diesen Schmetterlingen im Bauch gemeint hat.

Ein Video von „Ninas Ding“ finden Sie online unter: www.pz-news.de/nina. Mehr Infos unter www.facebook.com/ninasding