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Vier Zentimeter dick und besonders robust wegen der vielen Lastwagen, die hier erwartet werden, ist der Asphaltbelag der Westtangente, der am Donnerstag aufgebracht wurde. Fotos: Meyer
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Wenn das schwere Gerät synchron vorwärts und rückwärts walzt, bebt die Erde. Die zahlreichen Brücken und das abschüssige Gelände haben die Bauleute vor Herausforderungen gestellt. Den Zeit- und Kostenrahmen konnten sie halten. Fotos: Meyer
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Mit größtmöglicher Genauigkeit gehen dieser Straßenbauarbeiter und seine etwa 25 Kollegen zu Werke.
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Die Belagsarbeiten kündigen das Ende des ersten Bauabschnitts der Westtangente an.

Noch wenige Wochen: Bald fahren Autos auf der Westtangente

Noch wenige Wochen – voraussichtlich bis Mitte April, dann findet die Freigabe des ersten, rund 1,3 Kilometer langen Teilstücks der Pforzheimer Westtangente statt. Es verläuft durch den Wald von der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-West und der Wilferdinger Höhe hinunter zur Dietlinger Straße, an die diese neue Straße mittels einer Brücke und sogenannten Ohren nebst Einfädelspuren angebunden wird.

Sowohl mit einer Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren als auch bei den Kosten liegt der erste Abschnitt in geradezu unüblich gewordener Weise im Rahmen: Die Verkehrsfreigabe wird, wenn nichts Ungewöhnliches mehr geschieht, vier Wochen früher stattfinden, geplant war sie für Mai. Die Kosten bewegen sich bei rund 20 Millionen Euro, wie Jürgen Gentner als zuständiger Leiter des Baureferats Mitte beim Regierungspräsidium Karlsruhe am Donnerstag sagte – mit etwas über 19 Millionen Euro hatte man kalkuliert.

Am Donnerstag hat das Aufbringen des Fahrbahnbelags, einer vier Zentimeter dicken Schicht aus etwas gröberem, robusten Splittmastix-Asphalt, stattgefunden. Für diesen Belag spricht, dass er besser geeignet und widerstandsfähiger ist, was Lastwagenverkehr angeht, der Straßen deutlich schneller abnutzt als Autos. „Ein 40-Tonner bringt eine genauso große Belastung wie 20.000 Autos“, erläutert Gentner. Rund 1500 Tonnen dieses Asphalts bringen die etwa 25 Straßenbauarbeiter mit ihren Walzen und dem weiteren schweren Spezialgerät auf der 15.000 Quadratmeter großen Fahrbahnfläche auf. Dies in einem Arbeitsgang über die komplette Fahrbahnbreite, damit es keine Naht in der Mitte gibt. Das synchrone Vor- und Zurück der Baugeräte lässt die Erde beben. Als Nächstes folgen Fahrbahnmarkierung und Leitplanken. Nach dem Bau ist vor dem Bau: Die Ausschreibung des zweiten Abschnitts hat stattgefunden, der 70-Millionen-Euro-Auftrag für den 1,3 Kilometer langen Tunnel hinterm Arlinger bis ins Brötzinger Tal soll nächste Woche vergeben werden – im Mai soll es losgehen.