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Der Fall wurde vor dem Amtsgericht in Pforzheim verhandelt. Symbolfoto: dpa
Der Fall wurde vor dem Amtsgericht in Pforzheim verhandelt. Symbolfoto: dpa
30.08.2017

Nötigung und Freiheitsberaubung: Fall mit vielen Facetten endet mit Freispruch

Pforzheim. Die Sache hatte es in sich: Seine schwangere Freundin mit 30 Tabletten vollgestopft, sie anschließend mit einem Küchenmesser verletzt zu haben, um die 29-Jährige dann für eine Woche in ihrer Pforzheimer Wohnung gefangen zu halten: Dafür musste sich ein 28-jähriger Serbe am Mittwochmorgen vor dem Amtsgericht verantworten.

Allerdings beschränkten sich die Anklagepunkte auf Freiheitsberaubung und Nötigung. Dass der Asylbewerber freigesprochen wurde, begründete Richter Ingo Jeckel wie folgt: Zum einen seien die Aussagen der Belastungszeugin, also des Opfers selbst, viel zu ungenau und zu widersprüchlich gewesen. Zum anderen sei die 29-Jährige bereits zu den Vorverhandlungen nicht erschienen und hätte sich zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung in ihrer serbischen Heimat aufgehalten. Im Vorfeld hatten Staatsanwältin Christine Ruschinski und Verteidiger Bastian Meyer auf Freispruch plädiert.

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