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Und los gehts: Beim Nordic-Walking-Marathon auf der Wilferdinger Höhe war der Weg das Ziel.  Mayer
Und los gehts: Beim Nordic-Walking-Marathon auf der Wilferdinger Höhe war der Weg das Ziel. Mayer
11.10.2015

Nordic-Walking-Fans treffen sich zum zehnten Mal zum Marathon

Susanne Ruml, 58 Jahre, und ihre Enkelin Alexandra, zehn Jahre, sitzen auf einer Bierbank in der Sonne auf dem Gelände der TG 88, als Maike Frey zum Aufwärmtraining für die zehn Kilometer lange Nordic-Walking-Strecke bittet. Gleich daneben sitzen Tina Weber und ihre Tante Ursula Hofmann, die sich zu dem sportlichen Event samt Vater und Ehemann verabredet haben.

Ihr Mann sei schon um 11 Uhr mit der Gruppe gestartet, die die 21 Kilometer absolviert, erzählt Susanne Ruml, während sie dem Takt von Trainerin Frey folgt. Für sie ist die Veranstaltung Ansporn, es jedes Jahr aufs Neue zu versuchen. Vor vielen Jahren initiierte die leidenschaftliche Sportlerin Maite Frey mit Gleichgesinnten den Nordic-Walking-Marathon. Dann ging die Planung der Veranstaltung an Intersport und eine Gruppe freier Trainer. Und so schickt das vierköpfige Organisationsteam um Beate Breitkopf samt 40 Helfern rund 350 Teilnehmer auf die Strecke. Morgens seien die Marathon Walker an den Start gegangen, sagt Breitkopf. Ganz ohne Zeitmessung und gut versorgt durch Streckenposten sind sie in über fünfeinhalb Stunden zweimal von der Wilferdinger Höhe über Ersingen und Königsbach Stein und zurück gelaufen, eine 42 Kilometer lange Strecke mit rund 950 Höhenmetern. Als Drittes gehen die Kurzläufer auf die zehn Kilometer lange Strecke, in Stimmung gebracht durch Maite Frey. Am Schluss winken den Teilnehmern aus ganz Deutschland Urkunden und ein T-Shirt. Nicht nur dafür sei eine Startgebühr fällig geworden, erklärt Petra Schmidt vom Organisationsteam. Denn was vom Erlös übrig bleibe und nicht für die Fixkosten hergenommen werden müsse, gehe an die PZ-Aktion „Menschen in Not“. Im vergangenen Jahr waren das rund 1000 Euro. Zum diesjährigen zehnten Nordic-Walking-Marathon wollen die Verantwortlichen die 10 000-Euro-Marke erreichen. Deshalb sei das Gelingen auch von den Sponsoren abhängig, erklärt Schmidt. Schon am Samstag hatten die Helfer die Versorgungsposten aufgebaut und die Strecke markiert. Das Deutsche Rote Kreuz und die Trainer wachten gestern an und auf der Strecke, um im Notfall helfen zu können. Viele wie Tina Weber und ihre Tante genossen einfach den herrlichen Tag mit dem verfärbten Laub an den Bäumen und das Kaffeetrinken nach getanem Sport.