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Rund 300 Teilnehmer haben sich angemeldet – vor zehn Jahren waren es noch doppelt so viele.  Eickhoff
Rund 300 Teilnehmer haben sich angemeldet – vor zehn Jahren waren es noch doppelt so viele. Eickhoff
10.10.2016

Nordic-Walking-Fieber geht stetig zurück

An die Stöcke, fertig, los! hieß es am Sonntag beim 11. Nordic-Walking-Marathon auf der Wilferdinger Höhe. Ausgestattet mit Stöcken, festem Schuhwerk und farbenfrohen Sportanzügen, reihten sich die ersten Nordic-Walking-Fans am Start auf. Als Moderator und Organisator Carsten Birkle um 9 Uhr sein O.k. gab, liefen sie strammen Schrittes los. In privater Runde mit etwa 20 Teilnehmern begann die große Route über 42 Kilometer nach Ersingen durch das Gengenbachtal und wieder zurück zum Ausgangspunkt – und das zweimal.

„Für die 42 Kilometer muss man einfach eine gute Kondition haben, deshalb ist auch ein so erlesener Kreis an Läufern am Start“, unterstreicht Beate Breitkopf vom Organisationsteam die erste Strecke. Rund 40 Helfer, darunter Trainer und Ehrenamtliche, unterstützten das Organisationsteam um Beate Breitkopf, Carsten Birkle und Petra Schmidt durch Aufbau, Verköstigung und an Versorgungsstationen.

Aufwärmen ohne Stöcke

Der Großteil der Walker entschied sich für den 21-Kilometer-Lauf um 11 Uhr und den Zehn-Kilometer-Lauf zwei Stunden später, die wie auch die große Marathonroute im Vorfeld eine Aufwärmübung ohne Stöcke beinhaltete, die begeistert von den Teilnehmern angenommen wurde.

„Dieses Jahr haben sich im Schnitt 300 Läufer angemeldet. Bei unserem ersten Marathon vor über zehn Jahren waren es noch 600, so nimmt es leider Jahr für Jahr stetig ab“, bedauert Breitkopf. „2017 zum Stadtjubiläum findet er auf jeden Fall noch einmal statt, aber für 2018 können wir leider keine Garantie mehr geben.“ Der Erlös des Marathons, mit Abzug von Fixkosten, wird auch dieses Jahr wieder direkt an die PZ-Aktion „Menschen in Not“ gehen. Die Routen ändern sich jährlich ab dem Gengenbachtal, durch die Autobahn und andere Straßen sind die Strecken jedoch sehr begrenzt und werden für die Läufer durch Pfeile gekennzeichnet. Mindestens zwei Trainer begleiteten jede der drei Gruppen. Es gibt immer wieder Läufer, die den Marathon unterbrechen müssen, so stehen auch für Notfälle Fahrer oder Notarztwagen bereit. „Auch wenn die Teilnehmerzahl sinkt, macht es dennoch jedes Jahr aufs Neue tierisch Spaß, die tolle Stimmung mitzuerleben und zu sehen, wie schnell während des Walks neue Bekanntschaften geschlossen werden“, freut sich Breitkopf. Für eine Kräftigung am Ende des Tages sorgte neben Kaffee und Kuchen eine warme Kürbissuppe.