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Erfrischung für die Gäste: Oechsle-Wirt Frank Daudert (Zweiter von links) verteilt mithilfe seines Teams Eis in die Sektkühler. Tilo Keller 

Not macht erfinderisch: Oechsle-Gastronomen rücken der Hitze mit Eis zu Leibe

Was für eine Hitze – da mussten sich die Oechsle-Wirte am Wochenende ganz schön was einfallen lassen, um ihre Gäste bei Laune zu halten. Wirte-Sprecher Frank Daudert hatte die zündende Idee: Eis muss her, viel Eis. Säckeweise besorgte er zerkleinerte Eiswürfel, sogenanntes crushed ice. Eine ganze Tonne schaffte er in die Kühltruhen seiner „Enzauen Stuben“, die anderen Wirte folgten seinem Beispiel.

Das Eis landete allerdings keineswegs in den Gläsern, sondern wurde direkt mit der großen Schaufel in Sektkühler geschippt. Ab auf die Tische mit der erfrischenden Lieferung, und die Gäste konnten sich nach belieben Nacken oder Handgelenke kühlen. Den ganz großen Erfolg hat die Aktion den Gastronomen jedoch nicht gebracht. 20 Prozent mehr Gäste seien beim Dirndl-Abend gewesen, schätzt Daudert, der Umsatz sei aber im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Den ganzen Mittag über habe die Hitze für nahezu leere Tische gesorgt. Und am Abend sei statt Wein hauptsächlich Mineralwasser bestellt worden. Etwa die Hälfte der Essen seien an diesem Abend Salate gewesen. Die Orientierung hin auch zu leichten Speisen habe die Gastronomen gerettet, sagt Daudert.

Nun gelte es, aus diesem Jahr Lehren zu ziehen. Wie etwa durch bauliche Veränderungen, damit die Luft in den Lauben besser zirkulieren könne.