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19.11.2014

Notar-Verteidiger plädieren auf Freispruch

Pforzheim. Hart ins Gericht gegangen sind am Mittwoch die Anwälte des vor der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim mit der Staatsanwaltschaft. Ankläger Klaus Stohrer hatte zuvor eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten für den 56-jährigen Juristen gefordert, der von 2010 bis 2013 als erster freier Notar in der Goldstadt Verträge beurkundete.

Thomas K. (Name geändert) habe in 1665 Fällen zu hohe Gebühren gefordert, was sich auf rund 250 000 Euro summiert habe. Unter anderem beruft sich Stohrer auf eine Bezirksrevisorin des Landgerichts Karlsruhe, dessen Präsident den Notar anzeigte. Eben dieser Angehörigen einer „Task Force“ des Landgerichts wirft Michael Schilpp (Pforzheim) vor, nicht nur „der Racheengel aus Karlsruhe“ zu sein, sondern in ihrem „Belastungseifer“ gar „wissentlich falsch ausgesagt“ zu haben. Sein Mönchengladbacher Kollege Daniel Hagman schüttelt nur den Kopf über „so viel verschwendete Zeit“. Das Verteidiger-Team will nicht begreifen, weshalb in Pforzheim strafbar sein solle, was im Rest der Republik (wo es überall freie Notare gibt) legal sei. Die Verteidiger fordern Freispruch und Entschädigung. Das Urteil fällt am nächsten Donnerstag.Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.