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Symbolbild: Adobe Stock
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03.05.2019

Nur Geständnis kann helfen: Prozess nach Fund von Drogen und Waffen in der Nordstadt

Pforzheim. Die Verhandlung hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen, da macht Andreas Heidrich, der Vorsitzende der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe, klar, wohin die Reise geht. Und selbst wenn Stefan K. (Name geändert) es noch nicht durch seinen Anwalt Cornelius Schaffrath gesagt bekommen haben sollte: Spätestens jetzt weiß der 24-jährige Angeklagte, dass es kein Taktieren, kein Relativieren, keine Halbwahrheiten geben darf, wenn das Gericht am Ende des Drogen-Prozesses – voraussichtlich im Lauf des Freitags kommender Woche – auf einen minderschweren Fall erkennen soll.

Denn der Vorwurf der Anklage könnte in eine mehrjährige Haftstrafe münden, auch wenn der Pforzheimer strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist: unerlaubtes Handeltreiben mit Drogen in nicht geringen Mengen – und eine Schusswaffe in Reichweite. So, wie Beamte der Fahndungs- und Ermittlungsgruppe (FEG) mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei die Lage vorfanden, als sie am Nikolaustag vergangenen Jahres nach anonymen Tipps und diversen Observationen in einem Haus in der Nordstadt mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss in der Hand einen „Stubendurchgang“ machten und in der Dachgeschossbude von Stefan K. fündig wurden: rund 150 Gramm Amphetamin („Speed“), 44 Gramm Kokain und rund 250 Ecstasy-Tabletten. Das Ganze in einer Sporttasche zusammen mit einem Einhandmesser und Opas Machete. Auf dem Sofa: eine Schreckschusspistole mit eingeführtem Magazin. Am Boden des Schranks befanden sich weitere Schreckschusswaffen und eine Luftpistole. Dazu noch 2000 Euro in einem Umschlag, ein Büchlein mit Notizen über 20.000 Euro und eine Schuldnerliste über 11.000 Euro.

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