nach oben
Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch.
Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch. © Meyer/Archiv
13.09.2018

OB Boch gibt Pressekonferenz: Dieses Unternehmen will nach Pforzheim

Pforzheim. Es klang spannend, was die Stadt Pforzheim in einer Mitteilung ankündigte: Oberbürgermeister Peter Boch wolle am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekanntgeben, welches Unternehmen sich möglicherweise in Pforzheim ansiedeln werde. Am Nachmittag kam nun die spannende Erkenntnis.

Es handelt sich um IMO Oberflächentechnik GmbHm die in Pforzheim eine neue Betriebsstätte errichten möchte. Die Firma hat ihren Sitz in Königsbach-Stein und möchte ein neues Werk in der Goldstadt errichten. Pforzheim habe das Unternehmen im Rahmen des Auswahlverfahrens sehr begeistert, "hier wird wirklich jeden Tag Zukunft gemacht, nicht nur gedacht. Da wollen wir dabei sein, denn da passen wir hin", so IMO-Geschäftsführer Bernd Müller.

[Was macht das Unternehmen IMO Oberflächentechnik? Wie groß ist es? Hätte es Erweiterungsmöglichkeiten in Königsbach gegeben? Die Antworten lesen Sie hier]

Die Ansiedlung der Firma könnte laut OB Boch die Initialzündung für das "vierte Kleeblatt" sein. Damit ist das Areal südlich des Hohbergs im Pforzheimer Norden unweit der Autobahn-Anschlussstelle gemeint. Aktuell werden die planerischen und rechtlichen Grundlagen dafür geprüft. Die entsprechenden Verfahren sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein. „Das Unternehmen IMO wird dann – voraussichtlich 2020 – eines der allerersten im neu entstehenden Gewerbegebiet sein“, erläutert der Rathauschef. Rund 100 Mitarbeiter seien am neuen IMO-Standort in Pforzheim geplant.

Das Unternehmen veredelt Komponenten für die Automobilindustrie, Telekommunikation und Elektronik, aber auch für Zukunftsbranchen wie das Internet der Dinge (IoT), autonomes Fahren und e-Mobilität. Bereits heute nutzt praktisch jeder Mensch in seinem Auto und seinem Smartphone Komponenten von IMO. Durch diese Komponenten entsteht die Zukunft buchstäblich in unserer Hand.

"Entsprechend stark sind das Wachstum des Unternehmens und der Wunsch nach einem passenden Standort", heißt es in einer Pressemitteilung, die die Stadt am Nachmittag verschickte. Bernd Müller wird darin mit den Worten zitiert: „Die Stadt Pforzheim hat für uns langfristig viel zu bieten. Wir finden hier neben hochqualifizierten Arbeitskräften vor allem eine zukunftssichere und offene Stadt. Das möchten wir in Zukunft mitleben und mitgestalten.“

„Es freut mich ganz besonders, dass es uns in einem gemeinsamen, sehr konstruktiven Prozess gelungen ist, diesen Schritt zu gehen und den Technologieführer IMO in Pforzheim ansiedeln zu können“, so Boch. „Genau solche Ansiedlungen brauchen wir für unsere Stadt“, ist der Oberbürgermeister überzeugt. Der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing pflegt, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, zum Unternehmen IMO in der Clusterinitiative Hochform seit vielen Jahren beste Kontakte und stand auch hinsichtlich einer Ansiedlung im Pforzheimer Norden mit der Unternehmensleitung nun in engem Austausch. Für WSP-Direktor Oliver Reitz ist die IMO-Ansiedlung ein wichtiger und sehr erfreulicher Mosaikstein in einem hochkompetenten und räumlich verdichteten Gefüge der regionalen Präzisionstechnik-Branche.

So steht's um das „Vierte Kleeblatts“

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich des Hohbergs“ wurde im April 2015 im Pforzheimer Gemeinderat gefasst. Damit verbunden war auch der Auftrag an die Verwaltung, das erforderliche Verfahren nach dem Baugesetzbuch durchzuführen. In diesem Sinne steht nun als nächstes die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung an, die voraussichtlich Anfang Oktober stattfindet. Der  Bebauungsplanentwurf wird für die Firma IMO eine maßgeschneiderte Festsetzung in Form eines Sondergebietes Oberflächentechnik vorsehen.

Damit sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen, die insgesamt bis Ende 2019 geschaffen werden sollen, aber noch nicht abgeschlossen. Unter anderem gehören auch die Änderung des Regional- sowie des Flächennutzungsplans dazu. „Der Direktor des Regionalverbands Nordschwarzwald, Dr. Proske und ich haben uns bereits über eine punktuelle Änderung des Regionalplans unterhalten, um hier schneller voran zu kommen“, so der Oberbürgermeister abschließend.

Mehr lesen Sie in Kürze auf PZ-news.de!