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Aussprache am Redaktionstisch nach einer anhaltenden öffentlichen Grundsatzdebatte um die Wirtschaftsförderung (von rechts): WSP-Direktor Oliver Reitz und OB Peter Boch im Gespräch mit den PZ-Verlegern Albert Esslinger-Kiefer und Thomas Satinsky sowie der Leiterin des Stadtressorts, Bärbel Schierling, und deren Stellvertreter Claudius Erb. Meyer
Aussprache am Redaktionstisch nach einer anhaltenden öffentlichen Grundsatzdebatte um die Wirtschaftsförderung (von rechts): WSP-Direktor Oliver Reitz und OB Peter Boch im Gespräch mit den PZ-Verlegern Albert Esslinger-Kiefer und Thomas Satinsky sowie der Leiterin des Stadtressorts, Bärbel Schierling, und deren Stellvertreter Claudius Erb. Meyer
21.02.2019

OB Boch stärkt Pforzheims WSP-Chef den Rücken - und hält Kritik an Reitz für völlig unangebracht

Pforzheim. Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch hält die anhaltende öffentliche Kritik an WSP-Direktor Oliver Reitz für völlig unangebracht. Ruhe soll einkehren, zumal Themen wie die Outlet-Pläne fürs Brötzinger Tal Kräfte binden.

Dass der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) seit Tagen in der öffentlichen Kritik steht, kommt für Oberbürgermeister Peter Boch und WSP-Direktor Oliver Reitz zur Unzeit. Die Mitte der Woche publik gewordenen Pläne für ein Outlet-Center im Brötzinger Tal schlagen Wellen und wecken Emotionen, die von Euphorie bis zur Sorge um die Stadt sowie deren City und Infrastruktur reichen. Im PZ-Gespräch betonen Boch wie Reitz gebetsmühlenartig: Fix ist hier noch lange nichts. Viel Arbeit auf lokaler, aber auch auf überregionaler Ebene ist zu leisten, um die Machbarkeit auszuloten. Da sollen die WSP-Querelen schnellstmöglich vom Tisch. Demonstrativ stärkt der OB im PZ-Gepräch seinem obersten Wirtschaftsförderer den Rücken, stellt sich vor dessen „hervorragende Mitarbeiter“. Kommende Woche werde er im Zuge einer Personalversammlung zeigen: „Wir stehen zu unserem WSP“, so Boch.

Der Auslöser der Debatte, der in der Stadtpolitik, in der Geschäftswelt und in der Bürgerschaft rasch auch grundsätzliche Fragen zum WSP und dessen Leitung aufwarf, ist in Bochs Augen eine einzeln zu betrachtende Personalie und „nicht dieser Aufreger“. Wie berichtet, hatten der erst im September als Chef fürs Standort- und Kongressmarketing zum WSP gewechselte frühere Karlsruher Citymanager Sascha Binoth und die Stadtverwaltung unterschiedliche Auffassungen zur Umsetzung künftiger Aufgaben. „Beide Vertragsparteien haben sich verständigt und gehen im Guten auseinander“ sagt Boch – ein „offener und normaler Vorgang“.

„Wenn es um so eine exponierte Stellung geht, war klar, dass Fragen aufkommen“, sagt Reitz. Das Einzige, was ihm wirklich Sorgen bereite, seien Vorwürfe von außen, im WSP herrsche ein harscher Ton, fehle der konstruktive Austausch. „Darüber schüttelt bei uns im Haus jeder nur den Kopf“, so Reitz. Natürlich trage er Verantwortung, müsse Entscheidungen treffen, stehe deshalb „stark unter Beobachtung“. Doch aus seinem Team werde ihm ein „sehr gutes Arbeitsklima“ bestätigt, er erhalte „Rückendeckung aus dem politischen Raum und der Unternehmerschaft“.

„Es geht immer um meine Mitarbeiter“, sagt Boch, der hervorhebt, dass er von der anhaltenden Debatte „nicht begeistert“ sei. Der städtische Personalrat habe nachgebohrt, die Vorwürfe seien „nirgendwo bestätigt“ worden. Es werde definitiv „keine Veränderungen an den Strukturen“ geben, sagt Boch.

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Testy
21.02.2019
OB Boch stärkt Pforzheims WSP-Chef den Rücken - und hält Kritik an Reitz für völlig unangebracht

Herr Boch soll mal evaluieren was der WSP wirklich gebracht hat seit seiner Gründung und ob der Benefit den größer wurde mit dem größeren Budget. Wenn er das mal machen würde, gebe es den WSP nicht mehr, sondern nur noch eine Stabsstelle und einen Anlaufpunkt Bauen. Die Outletanfrage kam zur Stadt, der WSP hat da nichts gemacht ... Wird es das Outlet geben? Nein, weil Herr Lenk und Co. wieder sagen werden, dass das die Innenstadt schwächt. Also ob das so wäre. Die Innenstadt wird nicht ...... mehr...

Pinocchio
22.02.2019
OB Boch stärkt Pforzheims WSP-Chef den Rücken - und hält Kritik an Reitz für völlig unangebracht

Die Stadt Pforzheim kann froh sein, dass die Firma Bader hier ist. Seit vielen Jahren sie ein zuverlässiges, soziales Unternehmen. Ich denke Neider gibt es viele, sowohl in der Innenstadt als auch auf der Wilferdinger Höhe. Wohin es führt, auf diese Neider zu hören, sieht man an der Vergangenheit. Der Gegenwind, der der Firma Bader entgegenschlägt, lässt vermuten, dass viele den voraussichtlichen Erfolg des Outlet-Centers fürchten und neidisch sind. So sind die Pforzheimer Unternehmen - leider ...... mehr...

Izmir Übül
22.02.2019
OB Boch stärkt Pforzheims WSP-Chef den Rücken - und hält Kritik an Reitz für völlig unangebracht

Wenn beim WSP wirklich eitel Sonnenschein herrschen würde, weshalb laufen dann ständig langjährige, verdiente MA weg? Das verstehe wer will, ich jedenfalls nicht. Boch wünscht sich, dass endlich Ruhe einkehrt. Wegen der Outlet-Frage seien schon genügend Ressourcen gebunden. Das riecht doch sehr nach Ablenkung statt Aufklärung. Es wäre wünschenswert, wenn die Stadträte an dieser Stelle vielleicht mal etwas genauer hinschauen könnten bzw. ihre Kontrollfunktion besser wahrnehmen würden. Wenn ...... mehr...

Schreiberling
22.02.2019
OB Boch stärkt Pforzheims WSP-Chef den Rücken - und hält Kritik an Reitz für völlig unangebracht

Dass sich die PZ nicht entblödet, ein Zitat des Vorgesetzten zum Betriebsklima in einem Sonderzitatkasten zu bringen, wo dem Schönling doch zahlreiche Beschäftigte von der Fahne gehen, zeigt nicht von viel Hirn. Da findet eine Abstimmung mit den Füßen statt, während der Geschäftsführer noch schwadroniert, alles sei in Ordnung. Kennt jemand noch den Pressesprecher von Saddam Hussein, genannt "Comical Ali" oder "Bagdad Bob?"... mehr...