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11.03.2016

OB Hager: Keine Überlegung zu SWP-Verkauf oder zu Schließung einer Theatersparte

Pforzheim. Jüngsten Spekulationen über einen Verkauf der Stadtwerke Pforzheim (SWP) treten Oberbürgermeister Gert Hager und der Erste Bürgermeister Roger Heidt, designierter Sprecher der SWP-Geschäftsführung, entgegen: „Es gibt derzeit keine Überlegungen zum Verkauf der Stadtwerke an Dritte.

Es wäre auch wenig sinnvoll, die Stadt von jährlichen Einnahmen in Millionenhöhe abzuschneiden.“

Stadtwerke-Betriebsrat empört

Ein hochrangiger Kommunalpolitiker hatte dies im Zusammenhang mit der Forderung des Regierungspräsidiums nach jährlichen Verbesserungen im städtischen Haushalt in Höhe von 30 Millionen Euro ins Spiel gebracht.

Schon die Berichterstattung darüber in der PZ stößt auf heftigen Widerspruch des SWP-Betriebsrats. Er habe „kein Verständnis“ für Spekulationen, die Kunden und Geschäftspartner der SWP, besonders aber die Beschäftigten verunsichere. Dies sei zudem ein Affront gegen den Mitgesellschafter Thüga AG, dem ein Drittel des Unternehmens gehört. „Um dem angerichteten Imageschaden entgegenzuwirken, werden die SWP extern und intern viel Energie aufwenden müssen“, so der SWP-Betriebsratsvorsitzende Henry Wiedemann. Das vom Betriebsrat eingeforderte Bekenntnis von OB und Erstem Bürgermeister zu den SWP begrüßt der Betriebsrat als „guten ersten Schritt, um Vertrauen zurückzugewinnen“.

Die SWP seien hervorragend aufgestellt und würden trotz schwieriger energiewirtschaftlicher Bedingungen erfolgreich am Markt auftreten. „Die Stadtwerke versorgen mehr als 80 000 Kunden in Pforzheim und der Region und mehr als 40 000 Kunden bundesweit mit Energieprodukten und tragen wesentlich zur Infrastrukturentwicklung und Wertschöpfung in Pforzheim und in der Region bei.“ Allerdings sinkt die prozentuale Umsatz-Rendite.

OB Hager versichert außerdem: Beim Theater sei nicht an Schließung einer der drei Sparten gedacht. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die „sicherlich enorme Einsparvorgabe“, die auch eine Aufgabenkritik unerlässlich mache, dies aber zielorientiert. „Es gelte, Aufgaben und Projekte zu hinterfragen und intelligente Lösungen anzubieten“, so Hager.

Schmuck-Feiern mit Sponsoren

Schmuckjubiläums-Koordinator Gerhard Baral erklärt zur ebenfalls diskutierten Aufführung des Straßentheaters „Titanick“, diese koste anders als dargestellt gar keine halbe Million, sondern nur 400 000 Euro. Davon stammten rund 300 000 Euro von Sponsoren, teils zweckgebunden für dieses Stück, das in Pforzheim uraufgeführt werde. Der Eindruck, es handle sich um bereits Gesehenes, weil das Ensemble schon in der Stadt gastierte, sei falsch. So erschwere man die Arbeit am Schmuckjubiläum. kli/pm