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Zuerst gedachten Rechtsextreme mit einem Fackelzug des Bombenangriffs auf Pforzheim am 23. Februar 1945, dann protestierten Antifaschisten dagegen. Die Stadtverwaltung findet bislang kein Mittel,  den obskuren Fackelzug zu verbieten.
Zuerst gedachten Rechtsextreme mit einem Fackelzug des Bombenangriffs auf Pforzheim am 23. Februar 1945, dann protestierten Antifaschisten dagegen. Die Stadtverwaltung findet bislang kein Mittel,  den obskuren Fackelzug zu verbieten. © PZ-Archiv
15.02.2010

OB kritisiert Mahnwache der Rechtsextremen am 23. Februar

PFORZHEIM. „Man muss immer klar sagen, was man davon hält: nämlich nichts“, sagt Gert Hager. Der Pforzheimer Oberbürgermeister hat am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz zum Gedenktag am 23. Februar klar sein Missfallen an der jährlichen Mahnwache des rechtsextremistischen „Freundeskreises Ein Herz für Deutschland“ geäußert.

 „Ich halte weder etwas von Rechtsextremismus noch von Linksextremismus“, sagte er zu PZ-news. Allerdings seien die Rechten bereits seit Mitte der 90er Jahre da und ihre Aktion sei durch das Versammlungsrecht gedeckt. „Wir sind vor Gericht unterlegen und müssen es ertragen“, meinte Hager. Er habe Verständnis für friedliche Gegendemonstrationen, allerdings nur, wenn diese ohne die Anwendung von Gewalt auskommen.

Auch in diesem Jahr ist am 23. Februar zum Gedenken an den Luftangriff von 1945 ein vielseitiges Programm geplant, an dem mehrere Institutionen beteiligt sind. Die zentrale Gedenkveranstaltung wird am Dienstag, 23. Februar, um 16 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Pforzheim stattfinden.