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Eine Obdachlose geht mit einem kleinen Kind durch die Stadt. Die Frage, wer für sie aufkommen muss, hängt davon ab, bei welcher Kommune sie sich erstmals gemeldet hat. Und ob diese dann gewillt ist, zu zahlen. Foto: Julian Stratenschulte
Eine Obdachlose geht mit einem kleinen Kind durch die Stadt. Die Frage, wer für sie aufkommen muss, hängt davon ab, bei welcher Kommune sie sich erstmals gemeldet hat. Und ob diese dann gewillt ist, zu zahlen. Foto: Julian Stratenschulte
14.02.2018

Obdachlose Kroatin versorgt: Wer trägt die Kosten? – Streit über Zuständigkeiten

Pforzheim. Der Fall liegt über ein Jahr zurück und stellt die grundsätzliche Frage, welche Gemeinde bei Obdachlosigkeit die Kosten tragen muss. Keltern hatte eine damals obdachlose 27-jährige Kroatin, die dort als erstes bei der Polizeibehörde um Hilfe bat, mit ihrem Kind weggeschickt.

Sozialarbeiter Gieso Wege, der in einem Dreierteam die Pforzheimer Obdachloseneinrichtung Wichernhaus der Stadtmission leitet, nahm die Frau am 8. November unter seine Fittiche. Damals brachte ein Mitarbeiter des Vereins miteinanderleben die Hochschwangere an die Westliche. Pforzheim schloss eine Krankenversicherung für die junge Mutter ab. Wege kümmerte sich um eine Wohnung für die Frau, unterstützte sie privat mit Geld. Im Juli verließ sie Deutschland. Wege schätzt die Lebens- und Unterhaltskosten auf etwa 8000 Euro. An dem Fall ist ein Streit über Zuständigkeiten entbrannt.

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