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Oberbürgermeister Peter Boch lässt sich von den Schulleitern Andreas Renner (Grundschule), Roland Weißer (Realschule) und Konrektorin Klaudia Rupp (Werkrealschule, von links) die Inselschulen zeigen. Foto: Meyer
Oberbürgermeister Peter Boch lässt sich von den Schulleitern Andreas Renner (Grundschule), Roland Weißer (Realschule) und Konrektorin Klaudia Rupp (Werkrealschule, von links) die Inselschulen zeigen. Foto: Meyer
08.09.2017

Oberbürgermeister Peter Boch informiert sich auf dem Insel-Areal

Pforzheim. Peter Boch ist kein Typ fürs Kopfschütteln. Sein Repertoire im Falle ungläubigen Staunens umfasst ganz anderes. Große Augen zum Beispiel, hochgezogene Brauen und ein leichtes Vorwärtsrecken des Kinns. Auch eine sekundenlang eingefrorene Miene kann die Folge sein, wenn er mit Überraschungen, zumal mit negativen, konfrontiert wird.

Gestern ist dieses Mienenspiel immer wieder gut zu studieren gewesen. Boch, seit rund sechs Wochen amtierender Pforzheimer Oberbürgermeister, hat im Rahmen seiner Antrittsbesuche an städtischen Schulen das Insel-Areal besichtigt. Die Schulleiter Andreas Renner (Grundschule), Roland Weißer (Realschule) und Konrektorin Klaudia Rupp (Werkrealschule) zeigen ihm Löcher in Decken und Wänden, grob verputzte Kabelschächte, abgestellte Wasser- und Gasleitungen. Am eindrücklichsten für ihn ist in weiten Teilen aller Schulgebäude der modrige Geruch nach dem allgegenwärtigen Schimmel – am schlimmsten im Keller der Werkrealschule und in der Turnhalle. An Außenwände kann kein Poster gehängt werden, ohne dass dahinter der Schimmel wächst. Raummessungen hätten ergeben, dass zumindest keine Sporen in der Luft sind, erfährt Boch. „Immerhin“, entfährt es ihm.

Wütend über Vorhänge

Richtiggehend wütend macht ihn nach eigenem Bekunden der Anblick eines halblebig zugezogenen Vorhangs in der Turnhalle, der aber nicht entfernt werden kann, weil das Sonnenlicht sonst im Raum dahinter allzusehr aufheizt und blendet. „Der bauliche Bestand erschüttert mich“, sagt Boch. Der Zustand dieser Schulen ist nichts Neues, außer für den von außerhalb stammenden Rathaus-Chef. Man kann der Stadt nicht mal Untätigkeit vorwerfen: Sie hat sich mit der Frage Generalsanierung oder Abriss und Neubau gründlich befasst und sich im Grundsatz trotz Denkmalschutz für Letzteres entschieden, weil es finanziell günstiger ist und die alten Gebäude nur schwerlich modernes Unterrichten ermöglichen. Ein Raumprogramm wurde erstellt und sogar eine Baureihenfolge festgelegt. Und das Projekt 2013 dann auf Eis gelegt.

Es fehlte, wie immer, am Geld. Seitdem warten die Schulen. Saniert und ausgebessert wird nur noch das Allernotwendigste, weil ja der große Wurf ansteht – irgendwann. Womöglich mit Schwimmbad. Nun richtet sich ihre Hoffnung auf den neuen OB. Denn gerade hier in der Oststadt, dem großen Stadtteil mit der kleinen Lobby, wachsen die Kinder auf, die in Pforzheim bleiben und nicht nach Abi und Studium ihre Zukunft und Karrieren anderswo sehen, berichtet Rektor Renner.

Boch will Abhilfe schaffen, weiß aber auch: an anderen Schulen besteht ebenfalls Handlungsbedarf. Eine Prioritätenliste soll her, möglichst rasch nach den Sommerferien. Das Schulleben an sich, die Gemeinschaft an den Inselschulen, die bietet Boch Anlass zum Optimismus.

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Das Mimen-Spiel von Herrn Boch, die Berichte werden immer bekloppter. Das nächste Mal kommt bestimmt Samy Molcho und schreibt einen Artikel über die Gebärden des neuen OB. mehr...

Pforzheimer Mädchen
10.09.2017
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Ja Herr Boch, die Jahrelange Misswirtschaft Ihrer Vorgänger in Sachen Erhalt Stadtischer Gebäude werden auch Sie nicht lösen können.Die Stadt hat so viele Baustellen, da wird Ihre Amtszeit sicher nicht ausreichen um die alle zu reparieren. mehr...