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Eigens aus Langenau bei Ulm ist diese fidele Kegler-Truppe angereist, die mit dem Mimen Jürgen Schmerbauch (Mitte) den Namensgeber des Fests und die Oechsle-Grade in den Gläsern hochleben lässt.  Foto: Meyer 
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Freie Plätze sind schon nachmittags rar unter den Schirmen und in den Lauben auf dem Marktplatz.  Foto: Meyer 
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Junge Gesichter: Wirt Rafael Müller(25) (links) und Gast Maximilian Kloss.  Foto: Meyer 
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Der Nachwuchs feiert stilecht mit: Vanessa und Paul aus Kieselbronn.  Foto: Meyer 

OechsleFest: Perfektes Wetter macht trüben Start vergessen

Pforzheim. Von der Sonne verwöhnt sind die Gäste, die an diesem Sonntagnachmittag eine außergewöhnliche Begegnung erleben. Leibhaftig steht er vor ihnen: der große Pforzheimer Tüftler Ferdinand Oechsle, dessen Verdienste auf dem OechsleFest mit Händen zu greifen sind. Was da in Stielgläser und Winzerbecher fließt, ist dank seiner Messmethode von geprüfter Qualität.

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OechsleFest 2017 - Tag drei

Kenner wissen: Oechsle ist keine lebende Legende. Er wurde 1774 in Buhlbach bei Baiersbronn geboren und starb 1852 in Pforzheim. Bei dem Mann im Gehrock, der über den Marktplatz wandelt, handelt es sich um Jürgen Schmerbauch, Mime des Amateurtheatervereins, der auf Anregung des früheren Obermeisters der Löblichen Singer, Frank Hirschfeld, in diese Rolle schlüpft.

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Super Stimmung auf dem OechsleFest an Tag drei

Wer Schmerbauch lauscht, geht auf eine spannende Zeitreise. Zurück in jene Tage, als Ferdinand Oechsle bei der Mostwaage eine eigene Gradeinteilung an den Spindeln einführte und seine in Serie hergestellte Oechsle-Waage Winzern zur Verfügung stellte. Bis heute wird in Deutschland, der Schweiz und in Luxemburg die Qualität des Traubenmosts in Oechsle-Graden gemessen. Wussten Sie, dass Oechsle auch Goldschmied war? Dass im Stadtmuseum eine Oechsle-Waage steht? Oder dass es im Würmtal einen Oechsle-Pavillon gibt? Dank Schmerbauch schließen sich Wissenslücken. Das kommt an. „Eine tolle Aktion“, schwärmt eine Besucherin im Getümmel, das – wie schon am Vortag – immer größer wird.

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OechsleFest // Tag 2 // 19.08.2017

Tatsächlich steigen mit Oechsle die Grade. Das ist auch nötig nach der verregneten Eröffnung am Freitagabend. Schon am Samstag ist der trübe Start vergessen. Zumindest fast. „Am Freitag waren die Leute enttäuscht – und die Wirte“, sagt Julien Frisch, dessen Miene sich schnell aufhellt – in seinen „Arlinger-Lauben“ sind am Samstag- wie am Sonntagabend freie Plätze rar. Auch Neuling Rafael Müller konstatiert: „Zum Start hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Er nimmt’s gelassen. „Vielleicht war das zum Reinkommen gar nicht schlecht.“ Schon am Samstagabend muss jeder Griff sitzen in Müllers „Hühnerglück-Lauben“. „Die Stadt ist voll“, freut sich der 25-jährige Chef. Auch Siegfried Weiß („Oechsle-Brunnen“) ist vom Zuspruch begeistert: „Die Pforzheimer lieben ihr OechsleFest.“

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OechsleFest 2017 - Tag zwei

„Es hat zum Auftakt alles heruntergeregnet“, sagt WSP-Organisatorin Annette De Gaetano. Nun herrsche nahezu perfektes OechsleFest-Wetter: Sonne und Wolken im Wechsel, nicht zu heiß. So soll es laut Prognosen vorerst bleiben.

Das hat Magnetwirkung aufs Publikum, in dem viele junge Gesichter auszumachen sind. „Cool“ finden Anja Feucht aus Wiernsheim und René Wendel aus Wimsheim die Veranstaltung. Maximilian Kloss aus Keltern spricht von einem „superschönen“ Fest: „Immer was los, immer tolle Musik, leckeres Essen – man trifft tolle Leute.“ Das wird auch am Donnerstag so sein, wenn ab 18 Uhr die Schweickert-Secco-Summer-Night steigt.

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OechsleFest 2017 - Tag eins

Ferdinand Oechsle alias Jürgen Schmerbauch ist erneut am Sonntag, 27. August, von 16.30 bis 17.30 Uhr und am Sonntag, 3. September, von 16 bis 17 Uhr zu Gast.