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Er ist mit 64 Jahren der älteste in der Runde der OechsleFest-Wirte: Henry Wagner – und der einzige, der bei der „Stallwächterparty“ des Landes 2007 in Berlin mit von der Partie war.  Foto: Ketter 

OechsleFest-Wirt Henry Wagner erinnert sich an Küchen-Glanzlicht

Pforzheim/Berlin. Ochsenmaulsalat – so steht es auf der Mittagskarte, angebracht an der Rückseite der „Naturpark-Lauben“ von Henry Wagner. Was die wenigsten der OechsleFest-Besucher wissen dürften: Der „Rössle“-Wirt aus Ottenhausen hat unter anderem dieses Gericht mit seinen Kollegen aus dem Nordschwarzwald bei der legendären „Stallwächterparty“ des Landes Baden-Württemberg in Berlin den damals über 2400 Gästen in der Landesvertretung im Jahr 2007 serviert.

Wagner, heute mit 64 Jahren der älteste OechsleFest-Wirt, war damals Vorsitzender der regionalen Abteilung Gaststätten des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) und einer der Küchenmeister. Er durfte „die Mannschaft“ (die beim DFB mittlerweile nicht mehr so heißt) mit zusammenstellen, darunter die „Sturmspitze“ mit Harald Wohlfahrt, Claus-Peter Lumpp und Jörg Sackmann, den „Göttern“ des Baiersbronner Küchen-Olymps, aber auch bodenständigen Gastronomen wie Reinhard Gallistl (heute auf der Burg Liebenzell) und Heinz Frommherz (damals Senior-Chef des „Scharfen Ecks“ in Mühlacker).

Natürlich hatten sie Maultaschen im Gepäck, Schwarzwurst, Schwarzwälder Schinken, besagten Ochsenmaulsalat – und Schwarzwälder Kirschtorte. Natürlich montierten sie das Ungetüm in der Landesvertretung vor Ort – im Untergeschoss, um sie nach Fertigstellung mit dem Aufzug hochzufahren ins Parterre. Dumm nur, lacht Wagner, dass der Lift nur eine Breite von drei Metern hatte – und die Torte einen Durchmesser von vier Metern gehabt habe.

Kurzerhand wurde das monumentale Parade-Dessert des Schwarzwalds in zwei Teile geschnitten, oben wieder zusammengefügt und mit schlappen 30 Kilo Schlagsahne gekrönt. Auch Angela Merkel, die ewige Kanzlerin, und der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger kamen nicht dran vorbei---Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.