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Menschen in Pforzheim und ihre Meinungen zu der Ölkatastrophe im Golf am Mexiko.
Ölkatastrophe beschäftigt Menschen in Pforzheim
16.07.2010

Ölkatastrophe beschäftigt Menschen in Pforzheim

Erster Erfolg im Kampf gegen die Ölpest. Seit drei Monaten ist ununterbrochen Öl in den Golf von Mexiko geflossen. Nun ist es BP geglückt, das Leck an der Bohrstation mit einer neuen Auffangglocke zu schließen. Doch befinde sich das Ganze noch in der Testphase, sagt Barack Obama, US-Präsident. Von einer echten Entwarnung kann nicht gesprochen werden. Der Golf von Mexiko und die dortigen Probleme sind eigentlich weit weg, dennoch geht den Menschen in Pforzheim das Unglück nahe. PZ-news hat nachgefragt, wie sehr sie das Thema betrifft.

Die meisten Befragten bewegt die Ausmaße des Unglücks. Viele verfolgen die Katastrophe täglich in den Medien.

„Ja, das beschäftigt mich sehr“, so eine Passantin. „Jeden Tag, spätestens, wenn ich die Nachrichten schaue.“ Eine junge Frau sagt: „Mir tun die Tiere Leid.“

„Im Endeffekt geht es um die ganze Welt“, bemerkt ein Befragter und weist auf mögliche Folgen für die Weltwirtschaft hin.

Aber es gibt auch abweichende Meinungen. „Was dagegen gemacht wird, ist mir völlig gleichgültig“, so die Meinung eines Befragten.

Auf die Frage, welche Konsequenzen der Einzelne aus der Katastrophe ziehe, bemerkt eine Frau: „Bis jetzt betrifft es uns nicht. Aber das kommt noch, wenn die Ölpreise steigen.“

Eine andere Interviewte sagt dazu: „Ich bohre nicht nach Öl.“

Viele der von PZ-news Befragten gibt das Desaster zu Denken. Wie stehen sie zu den Ölbohrungen in der Nordsee – sollten diese nach den Ereignissen im Golf am Mexiko eingestellt werden?

„Bis keine Lösungen für solche Zwischenfälle vorhanden sind, auf jedenfall“ meint dazu eine Passantin.

„Nein“, sagt dazu ein junger Mann. „Solange die Sicherheit gewährleistet ist, ist das in Ordnung.“

Trotz neuer Hoffnung, den Ölfluss endlich unter Kontrolle zu haben, bleibt die Ölkatastrophe in den Köpfen der Menschen. Die wahren Ausmaße der Schäden sind noch nicht absehbar. Carsten Cierniak