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Einbrüche in der Region

Licht zu später Stunde im Pforzheimer Hochschul-Gebäude an der Holzgartenstraße: Die Polizei hatte mögliche Einbrecher gesucht und einen spät arbeitenden Studenten gefunden.
Licht zu später Stunde im Pforzheimer Hochschul-Gebäude an der Holzgartenstraße: Die Polizei hatte mögliche Einbrecher gesucht und einen spät arbeitenden Studenten gefunden. © PZ-Leserfoto Soydan
09.04.2018

Offene Fenster an der Hochschule: Polizeieinsatz endet mit Überraschung

Pforzheim. Es gibt ein paar Tage im Jahr, zum Beispiel während der Präsentation der Studentenarbeiten am Semesterende, da ist im altehrwürdigen Gebäude der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Pforzheim auch am späten Abend noch etwas los. Doch was sich in der Nacht von Sonntag auf Montag dort abspielte, fällt aus dem Rahmen. Mehrere Polizeiautos waren an allen Seiten des Hochschul-Gebäudes an der Holzgartenstraße 36 positioniert und plötzlich ging dort nach und nach Licht an.

Nachbarn hatten der Polizei um 22.11 Uhr gemeldet, dass Fenster im Erdgeschoss der ehemaligen Kunstgewerbeschule und späteren Fachhochschule für Gestaltung offen standen. Waren da vielleicht Einbrecher am Werk? Oder hatten Studenten nur vergessen, nach dem Lüften die Fenster zu schließen? Um ganz sicher zu gehen, dass hier kein Verbrechen vorliegt, fuhren insgesamt sieben Streifenwagen mit 14 Einsatzkräften und drei Diensthunden zur Holzgartenstraße und verteilten sich an den verschiedenen Seiten des großen Gebäude-Komplexes. Dann stiegen die Beamten, allen voran die Hundeführer, in die Designerschmiede ein.

Diensthunde zogen an der Leine, um durch Gänge und Klassenzimmer zu schnüffeln und mögliche versteckte Bösewichter zu finden. Wer das Gebäude kennt, weiß, dass man hier auf den Etagen und in den einzelnen Gebäudeteilen sowie in den Keller- und Speicherräumen lange suchen kann, bis man die Gewissheit hat, dass sich kein Mensch irgendwo versteckt hat.

Doch bereits nach der Durchsuchung des Untergeschosses und des Erdgeschosses konnte die Suche abgebrochen werden. Die Polizei traf auf einen Studenten, der zu später Stunde noch in der alten Kunstgewerbeschule arbeitete. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Morgen gegenüber PZ-news. Er hatte die Fenster für eine bessere Durchlüftung der Räume geöffnet. Er wurde von der Polizei gebeten, die Hochschule zu verlassen, die Fenster wurden wieder geschlossen.

Dass so viele Polizisten angerückt seien, sei in solch einer Situation völlig normal, so der Polizeisprecher weiter. Wenn unklar sei, ob sich möglicherweise ein Einbrecher im Gebäude befinde, müsse man alle Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die offenen Fenster hätten auch aufgehebelt worden sein können oder ein Einbrecher hätte die ohnehin geöffneten Fenster zum Einstieg nutzen können.

Schreiberling
10.04.2018
Offene Fenster an der Hochschule: Polizeieinsatz endet mit Überraschung

Ach, mal wieder ein Polizeieinsatz, der durch unreifes Studentenverhalten getriggert würde. Wie damals, als sich eine Studentengruppe eine "Werbeidee" ausdachte und mit Bohrmaschinen einen Einsatz auslöste, weil der Eindruck entstanden war, es sei ein Banküberfall mit Handfeuerwaffen im Gang. Das Abitur bescheinigt wohl nicht mehr "die Reife". mehr...