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25.12.2009

"Offenen Abend" der Diakonie: gemeinsam statt einsam

PFORZHEIM. Den Heiligen Abend alleine verbringen zu müssen, bedeutet für viele Alleinerziehende, ältere oder auch jüngere, einsame Menschen einen traurigen Höhepunkt in der Weihnachtszeit. Um diesen Menschen das Gefühl der Einsamkeit zu nehmen, findet am 24. Dezember traditionell der „Offene Abend“ der Diakonie im Hermann-Maas-Haus statt.

„Schon mehr als drei Jahrzehnte feiert die Diakonie mit Menschen, die am Heiligen Abend alleine sind“, erklärte Claus Spohn, Fachbereichleiter Sozialarbeit im Diakonischen Werk Pforzheim-Stadt. „Früher am Schlossberg im Lutherhaus und nun zum zweiten Mal hier im Hause“, ergänzte er. Der Ortswechsel schien nicht geschadet zu haben, denn im Hermann-Maas-Haus ging es recht lebhaft zu.

Musik bei Kaffee und Kuchen

Um mit den rund 200 Besuchern diesen Abend besinnlich zu feiern, brauchte es eine ganze Menge fleißiger Helfer. Ehrenamtlich gestalteten die Mitarbeiter der Diakonie und viele Freiwillige ein buntes Rahmenprogramm mit musikalischer Unterstützung des Posaunenchors der Weststadtgemeinde, Kaffee und Kuchen, sowie einem Weihnachtsquiz. „Wichtig ist es uns, dass an Weihnachten niemand alleine sein muss und es hier zu Begegenungen und interessanten Gesprächen kommt“, so der Diakonie-Geschäftsleiter und evangelische Pfarrer Wolfgang Stoll.

Kinder und Erwachsene trafen sich um 15 Uhr zum gemeinsamen Weihnachtsnachmittag. Mit Kuchenspenden und Weihnachtsliedern verbrachten sie die Zeit bis zum Abendessen und der Bescherung. „Unsere Gäste bekommen heute eine Tüte voll mit Lebensmitteln als Weihnachtsgeschenk“, so Pfarrer Stoll. Beim gemütlichen Beisammensein musste an diesem Nachmittag wirklich keiner alleine sein,und neben vielen Bekanntschaften, die sich zum Weihnachtsfest trafen, konnten auch viele neue Freundschaften geschlossen werden.