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06.02.2009

"Offener Brief" von Hella Marquardt

Der folgende Text ist der Wortlaut des "offenen Briefs" von Hella Marquardt, in dem sie ihren endgültigen Rücktritt von der Kommunalpolitik erklärt.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 nicht mehr für das Amt als Stadträtin der Stadt Pforzheim zu kandidieren. Meinungsunterschiede innerhalb meiner Partei und Fraktion haben mich bei dieser Entscheidung durchaus beeinflusst.

Meine Entscheidung schließt auch eine Kandidatur für eine andere Partei oder Gruppierung aus. Ich möchte und werde meinen Weg unabhängig von einer Partei finden.

Für das Wohl meiner Mitmenschen will ich mich, soweit es mir möglich ist, auch weiterhin einsetzen. In den 33 Jahren, in denen ich dem Gemeinderat der Stadt Pforzheim angehöre, habe ich versucht, hinzuhören, wo den Menschen der Schuh drückt. Das Netz der Nächstenliebe über unser Pforzheim und über die Region zu spannen, war und ist mein Beitrag für all die Menschen, denen es nicht immer gut geht und die jemanden brauchen.

Ich hatte und habe viele liebe Menschen, die mich dabei unterstützen. Dafür kann ich gar nicht genug danken. Ich weiß, dass ich auch weiterhin von ihnen Hilfe bekomme.

Es erfüllt mich mit großer Freude, dass es für mich überwältigend viele positive, menschliche Rückmeldungen aus allen Kreisen der Bürgerschaft gab und gibt.

Mein Entschluss, mich aus dem Gemeinderat zurück zu ziehen, fiel mir nicht leicht, denn ich war in den 33 Jahren aktiver Politik stets bestrebt, das mir von den Wählerinnen und Wählern anvertraute Mandat mit großer Gewissenhaftigkeit und mit viel Herzblut im besten christlichen Sinne auszuüben.

Es macht mich glücklich, zu wissen, dass ich sehr oft helfen konnte.
Mein Herz schlägt auch weiterhin für unser liebenswertes Pforzheim und die Mitmenschen in unserer Heimat, deren Sorgen und Nöte mir auch in Zukunft ein Anliegen sein werden.

Hella Marquardt