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Sie halten alles zusammen: der Lenkungskreis der Vesperkirche bei seiner letzten Besprechung vor der Eröffnung. Foto: Moritz
Sie halten alles zusammen: der Lenkungskreis der Vesperkirche bei seiner letzten Besprechung vor der Eröffnung. Foto: Moritz
14.01.2019

Ohne Spenden geht nichts: Die Vesperkirche eröffnet am Sonntag ihre Pforten

Pforzheim. Am Mittwoch wird der Boden verlegt, und am Freitag sollen Stühle und Tische in der Stadtkirche aufgestellt sowie die Theke für den Ansturm am Sonntag hergerichtet werden.

Rund 200 Ehrenamtliche wird das Führungsteam diesmal für die vierwöchige Vesperkirche mit täglich 500 auszugebenden Essen einsetzen. Wenn sie mehr einteile, stünden sich die Helfer gegenseitig auf den Füßen herum, sagt Elisabeth Schweizer vom Führungsteam.

Einen Tag vor der Eröffnung findet das Benefizkonzert statt (17 Uhr), für das Organisator Wolfgang Bossert Helfer vom Verein Kultur Schaffer für den Auf- und Abbau der Bühne organisiert hat. Sieben Firmen schicken ihre Azubis in die Vesperkirche, und sechs Schüler dürfen in den gut durchorganisierten Ablauf hineinschnuppern. Die Hilfsbereitschaft sei überwältigend, findet Gabriele Napiwotzki vom Führungsteam. Dabei könnten die Spenden ganz unterschiedlicher Natur sein. Eine Privatperson habe allein 14.000 Euro im vergangenen Jahr gegeben, die Maihälden-Schule den Erlös ihres Adventsbasars von 700 Euro. Jeden Tag sind die Verantwortlichen auf mindestens 15 Kuchenspenden angewiesen. Ein Wagen steht wieder zur Verfügung, um bei allen Bäckern die benötigten Brotspenden abzuholen. Das Stadttheater hat in diesem Jahr zehn Karten für den Zigeunerbaron zur Verfügung gestellt. Und drei Friseure stehen bereit, um den Gästen unentgeltlich einen schicken Schnitt zu verpassen. Die PZ-Aktion Menschen in Not unterstützt die Vesperkirche mit 25.000 Euro. Mit dabei sind auch Pfarrgemeinden sowie große Unternehmen, die Geld oder auch in letzterem Fall Lebensmittel spenden. Caritas-Chef Frank Johannes Lemke weißt darauf hin, dass es keine Straßensammlungen gebe. Die ehrenamtliche Ärztesprechstunde ist ebenfalls von Anfang an ein wichtiges Angebot – denn oftmals geht es nicht nur um die Versorgung von Wunden, sondern auch um die Möglichkeit, Kontakt zu knüpfen und zu reden. Nach dem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag (Beginn um 10 Uhr) wird der Andrang für die erste Mahlzeit entsprechend groß sein: Es gibt Schnitzel und Teigwaren.