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Bühnenzauber mit den „Mondstürmern“: Sänger Dado schunkelt mit zünftig gekleideten Besucherinnen, dahinter geht es an und auf den Bierbänken rund.
Dirndl-Parade im Oktoberfest-Zelt: Fast alle Gäste tragen bei der Pforzheimer Riesenparty Tracht. Tilo Keller
Maß in Massen: 1000 Liter Bier gehen jeden Abend weg.
04.10.2015

Oktoberfest bringt auch 2016 den Messplatz zum Beben

Wer nach dem rauschenden Schlussakkord am Samstag die tägliche Tracht Party vermisst, muss sich nicht grämen. Bereits jetzt können Tickets für das Oktoberfest 2016 gebucht werden. Festwirt Vito Federico geht mit seiner mehrtägigen Riesengaudi auf dem Messplatz in Serie. Kein Wunder bei der Resonanz.

Auch am letzten Tag komplett ausgebucht ist das Festzelt, in dem es mit den „Mondstürmern“ von Anfang an buchstäblich hoch her geht. Die zünftig gekleideten Besucher klettern auf die Bänke, um stehend mitzugehen bei „Die Hände zum Himmel“ und weiteren Krachern aus dem Wiesn- und Wasen-Repertoire. „Genial, wie Pforzheim feiern kann“, schwärmt die CDU-Landtagsabgeordnete Viktoria Schmid, die bei ihrer Fest-Premiere schaut und staunt: „Da hat der Cannstatter Wasen keine Chance“, bekräftigt sie schmunzelnd. Ebenfalls nicht auf der Bank hält es Barbara Baron-Cipold. „Die Menschen sind gut drauf“, sagt die Leiterin des Bürgerhauses Buckenberg-Haidach: „Es ist schön, dass es in Pforzheim so etwas gibt.“ Offenbar teilen Tausende in der Stadt diese Meinung.

Platzhirsch fühlt sich pudelwohl

Für alle drei öffentlichen Partytage haben sich Gäste schon im Vorfeld einen der exakt 1680 Plätze gesichert. Das sind deutlich mehr als bei der Premiere im Vorjahr, aber offenbar immer noch nicht genug. „Noch größer machen wir das nicht“, sagt Vito Federico, der die Dimensionen mit einigen Zahlen verdeutlicht: 80 Helfer sind im Einsatz, um jeden Abend rund 1000 Liter Bier an die Frau und den Mann zu bringen. Etwa 600 Göckerl werden in jeder Partynacht verzehrt, 300 Haxen und 400 Portionen Käsespätzle. Etliche Unternehmen hätten ganze Tischreihen reserviert und Menüs oder gleich das All-inclusive-Angebot geordert. Ein „tolles Publikum“, wie Brauerei-Chef Michael Ketterer bekräftigt: „Die Leute haben Spaß am Bier – und das buchstäblich in einem vernünftigen Maß.“ Größere Aus- oder Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Das bestätigt Timi, der allererste Platzhirsch des Pforzheimer Oktoberfests. Der 35-jährige Birkenfelder berichtet von vielen herzlichen Gesprächen und positiven Rückmeldungen während seiner Touren mit der neuen Bierkönigin Christin I. aus Obernhausen durch das Gaudi-Getümmel.

Trotz des Erfolgs will Federico weiter am Konzept feilen. Dass jeweils zu Beginn etwas Geduld gefragt ist, weil fast 2000 Gäste auf einen Schlag Essen und Trinken ordern, sei nicht zu ändern.

Feinschliff beim Einlass

Ein „Fehler bei der Organisation“ habe dazu geführt, dass für Donnerstag unterschiedliche Angaben zum Ende des Musikprogramms kursierten. Dass schon um 22 statt um 23 Uhr Schicht auf der Bühne war, könnte Besucher irritiert haben. Länger als gedacht habe abends der Umbau vom Gastro-Zelt der Messe zum Oktoberfest-Zelt gedauert, was den Einlass etwas verzögerte. Da „Pforzheim handelt“ nur alle zwei Jahre stattfindet, sind 2016 keine solchen Komplikationen zu erwarten, und bis 2017 wird nachjustiert.

Das dritte Pforzheimer Oktoberfest steigt vom 29. September bis 1. Oktober 2016. Karten gibt es auf www.eventim.de.