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Brigitte Ulrich aus Gräfenhausen am Steuer ihres BMW-Coupés aus dem Jahr 1966.  Foto: Bechtle
Brigitte Ulrich aus Gräfenhausen am Steuer ihres BMW-Coupés aus dem Jahr 1966. Foto: Bechtle
Stelldichein alter Fahrzeuge: Im Katharinentaler Hof kamen die BMW-Oldtimer zum Abschluss ihres Treffens zusammen. Foto: Bechtle
Stelldichein alter Fahrzeuge: Im Katharinentaler Hof kamen die BMW-Oldtimer zum Abschluss ihres Treffens zusammen. Foto: Bechtle
09.08.2015

Oldtimer auf großer Fahrt

Sie haben den Gasometer besichtigt, den Baumwipfelpfad in Bad Wildbad erklommen, es sich bei einem Weinvesper in Ötisheim gutgehen lassen und vor allem die Fahrt durch die Region Nordschwarzwald genossen: 20 Fahrerteams aus nah und fern haben am Wochenende an einem Treffen für klassische BMW-Fahrzeuge in Pforzheim teilgenommen.

Bei zwei verschiedenen Touren standen neben der Fahrt in den Oldtimern auch Sehenswürdigkeiten in der Natur sowie ein kulturelles und kulinarisches Rahmenprogramm sowie verschiedene Wertungsprüfungen auf dem Programm. So mussten die Teilnehmer beispielsweise die historischen BMW-Lacke wie Florida-Weiß oder Kornblumenblau erkennen, Baumarten bestimmen oder den Namen der B 500 – Schwarzwaldhochstraße – nennen. „Es gab vielfältige Eindrücke, die äußeren Bedingungen haben gehalten und die Stimmung war sehr gut“, sagte Oliver Reitz, Direktor der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), die das „Oldtimer-Wandern“ gemeinsam mit dem BMW Veteranen Club organisiert hat. Pforzheim mit seiner Lage und die Region böten sich für eine solche Veranstaltung einfach an. Reitz selbst fuhr mit seinem BMW 2000 die Touren mit.

„Mit den klassischen Fahrzeugen kann man einfach die gute, alte Zeit festhalten“, erklärt Reitz seine Leidenschaft für Oldtimer. Ob alleine oder zu zweit – das Fahren sei toll, ebenso wie das knifflige Organisieren von Ersatzteilen. Die brauchte auch Folker Ulrich aus Gräfenhausen. Der studierte Elektroingenieur hat Motor und Getriebe seines BMW 2000 CS selbst restauriert. Mit seiner Frau Brigitte teilt er die Leidenschaft für sein „Schlitzaugen-Coupé“, wie sein Auto auch genannt wird. „Es war eine wunderbare Fahrt, toll organisiert“, schwärmt sie.

Auch Elfriede und Günter Rommel aus Holzminden hat das BMW-Regionaltreffen gut gefallen, obwohl sie Pech hatten. Ihr BMW 502 V8, auch „Barock-Engel“ genannt, machte auf der rund 230 Kilometer langen Tour am Samstag in Kapfenhardt schlapp – mit einem Kupplungsschaden. Dennoch ließen sich die beiden Fahrer mit der weitesten Anreise die gute Laune nicht vermiesen und setzten die Tour mit einem Leihwagen fort. Sie führte am Samstag über Forbach, Baiersbronn, Horb und Bad Liebenzell wieder nach Pforzheim, wo ein geselliger Abend im Gasometer anstand.

Gestern fuhren die Oldtimer-Begeisterten in einer 70 Kilometer langen Tour dann zum Kloster Maulbronn und besichtigten das Oldtimer-Museum in Knittlingen, bevor es zum Abschluss in den Katharinentaler Hof ging. Reitz freut sich, dass er nach der Erstauflage eines solchen Treffens bereits Anfragen vom VW-Golf-Club oder vom Messerschmitt-Club für ähnliche Veranstaltungen gibt. Und dass die WSP das Deutschland-Treffen des BMW Veteranen Clubs 2017 organisieren soll – mit 160 Fahrzeugen.