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24.09.2009

Opfer der Schläger-Attacke darf Klinik verlassen

PFORZHEIM. Das Opfer der Pforzheimer Schläger-Attacke vom vergangenen Freitag an der Pforzheimer Leopoldstraße durfte gestern das Krankenhaus wieder verlassen. Nach Angaben der Polizei sollen das 42-jährige Opfer und zwei weitere Helfer im Alter von 27 und 28 Jahren an diesem Freitag Verdienstmedaillen des Präventionsvereins „Sicheres Pforzheim – Sicherer Enzkreis“ erhalten.

Die Täter – vier Mädchen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sowie ein Jugendlicher – hatten vor knapp einer Woche auf den 42-Jährigen eingeschlagen, als dieser spät abends einen Streit zwischen den Jugendlichen und einem älteren Mann schlichten wollte. Durch die Schläge stürzte der Helfer auf den Hinterkopf und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Haupttäterin soll die 18-Jährige sein, die bereits in der Vergangenheit wegen einschlägiger Delikte aufgefallen ist. Sie schlug jetzt innerhalb der Bewährungsfrist ihrer Jugendstrafe zu, so die Staatsanwaltschaft.

Alibi vorgelegt

Noch unklar ist die Identität des männlichen Jugendlichen. Ein in der Nacht vorläufig festgenommener 16-Jähriger hat bestritten, der Mittäter zu sein, und hat mittlerweile ein Alibi für den Tatzeitpunkt vorgelegt. Wie Oberstaatsanwalt Christoph Reichert der PZ auf Nachfrage sagte, sei dieses Alibi einer ersten Einschätzung zufolge vermutlich ernst zu nehmen. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Die Attacke von Pforzheim hat für bundesweites Aufsehen gesorgt, weil sie Erinnerungen an den Tod eines 50-jährigen Helfers vor einer Woche an einem Münchner S-Bahnhof weckt. kli/dpa