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Mit klangvollen Tönen begeistert das Akkordeon-Orchester unter der musikalischen Leitung von Gerhard Schlehuber.  Dietrich
Mit klangvollen Tönen begeistert das Akkordeon-Orchester unter der musikalischen Leitung von Gerhard Schlehuber. Dietrich
24.03.2016

Orchester greift gekonnt in die Tasten

Pforzheim-Eutingen. Das Akkordeon-Orchester Pforzheim-Eutingen hat sein traditionelles Frühjahrskonzert unter der Leitung seines Dirigenten Gerhard Schlehuber gegeben. Das kulturelle Ereignis in der Turnhalle stieß auf großes Interesse im Stadtteil. So konnte der Vorsitzende Jürgen Gottstein zahlreiche Akkordeon-Freunde aus nah und fern begrüßen, die dem Orchester seit Jahren die Treue halten – darunter mit dem Deutschen Meister auf dem Akkordeon, Philipp Haag aus Bad Wildbad, aus Prominenz aus der Region.

Das Orchester eröffnete das Konzert mit „Trumpet Voluntary“, einem klassischen Satz für Trompeten von Jeremiah Clarke – stilvoll interpretiert über die elektronischen Instrumente. Es folgte der „Bolero“, ein klassischer spanischer Tanz im langsamen Dreivierteltakt von Altmeister Maurice Ravel. Höhepunkt des Abends waren die „Dalmatinischen Tänze“, eine Akkordeon-Originalkomposition in vier Sätzen von Adolf Götz, die dem Dirigenten und dem Orchester alles abverlangte. Die besondere Herausforderung dieses Stückes liegt in vielfachen Tempo- und Taktwechseln und den hohen Anforderungen an die Dynamik. Mit dem „Canon in D“, einem klassischen Stück aus der Kirchenliteratur von Johann Pachelbel, endete der erste Konzertteil.

Ein Novum im Jahr 2016 war das neu formatierte Quintett aus Emma Slepow, Jürgen Gottstein, Heike Fuchs, Klaus Hagmaier und Axel Württemberger. Mit zwei Titeln, dem „Tanz der Narren“ vom russischen Komponisten Rimski Korsakov und dem „Säbeltanz“ von Aram Chatschatjuran, brillierten die Akteure mit Schlagzeuger Jörg Richter. Die Zugabe „La Sorella“ beschloss den Konzertteil.

Dirigent spielt auf

Schlehuber griff zusammen mit seinem Akkordeonschüler Fabian Nees in die Tasten mit dem Lied „Violetta“ aus der Oper „La Traviata“ von Guiseppe Verdi und in Erinnerung an James Last unter Begleitung des Orchesters mit dem Titel „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“.

Der zweite Konzertteil beinhaltete zeitgenössische Stücke wie ABBAs „Does your mother know“ und der Akkordeonversion des Titel „Angels“ von Robbie Williams. Mit „Amazing Grace“ zeigte Solistin Emma Slepow Musikalität und Anmut. Mit Klaus Doldingers Komposition „Atreju`s Berufung“ aus der „Unendlichen Geschichte“ beschloss das Orchester sein Frühjahrskonzert.