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16.09.2016

Ortschaftsrat kritisiert Schulbusverkehr für Huchenfeld und Würm - SVP zeigt sich erstaunt

Pforzheim-Huchenfeld/Würm. 1074 Unterschriften haben die Bürger in Würm im Juli zusammengetragen, um eine bessere Busanbindung zu fordern. Sie fühlten sich abgehängt – trotz Ersatzverkehrs war die Linie 4, die Würm mit Huchenfeld verbindet, nicht wieder aufgenommen worden. Die Stadtverkehr Pforzheim (SVP) GmbH hatte in Abstimmung mit der Stadt als zusätzliche Anbindungsmöglichkeit die Linie 242 geschaffen.

Mit der Übernahme der Linien durch die Bahntochter RVS am 11. Dezember, so sicherte SVP-Chef Nico Langemeyer damals zu, werde es wieder eine Linie 4 geben. Man erarbeite zudem ein Konzept für die Zeit nach den Sommerferien, hieß es. Auch der städtische Verkehrsplaner Alexander Hess hatte in der Juli-Sitzung des Würmer Ortschaftsrats, an der neben dem scheidenden Ersten Bürgermeister Roger Heidt auch zahlreiche Huchenfelder teilgenommen hatten, angekündigt, der Verkehr solle nach den Ferien anders gestaltet werden. Diese Zeit ist nun gekommen – und mit ihr keine Veränderung. Das hat nicht nur den Huchenfelder Ortschaftsrat Bernd Heintz wütend gemacht, der in der Sitzung des Gremiums am Donnerstag seinem Ärger Ausdruck verlieh: „Die Busse reichen nicht aus, Kinder müssen zur Schule gefahren werden“, sagte er. „Man hatte uns was anderes versprochen.“ Man müsse Druck machen, dürfe keinesfalls bis zum Dezember warten, bis die Menschen – vor allem die betroffenen Schüler – in Huchenfeld und Würm wieder angebunden seien.

„Es ist eingetroffen, was wir nicht gehofft haben“, bestätigte auch Ortsvorsteher Gunter Rable. Man habe sich an die SVP gewandt, aber keinen Zuständigen erreichen können. „Würm hat sogar eine bitterböse Mail geschrieben“, aber keinerlei Antwort enthalten. Schließlich habe er selbst Verkehrsplaner Hess erreicht. Es sei nicht gelaufen, wie geplant, weil die RVS die Planung übernommen habe. Nun solle geprüft werden, ob überhaupt die richtigen Busse – sprich, große Gelenkbusse – wie vereinbart zu bestimmten Zeiten im Stadtteil eingesetzt würden. „Er hat versprochen zu prüfen, ob zur Schulzeit zusätzliche Busse kommen können“, so Raible. SPV-Geschäftsführer Nico Langemeyer zeigt sich erstaunt über die Problematik. „Wir wissen bislang nicht genau, woher die ganzen Schüler kommen“, sagt er auf PZ-Anfrage. „Wir fahren den Schulverkehr derzeit nach dem Plan von 2015 – und haben auch vom Schulamt auf Nachfrage nichts von höheren Zahlen gehört.“ Als Sofortmaßnahme werde die SVP, die die Route gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen selbst fährt, ab Montag einen Gelenkbus einsetzen.

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