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Die PFG wagte ein Experiment und erntete viel Erfolg. Statt einer Prunksitzung gab es eine närrische Faschingsparty im Autohaus Walter, die viel Zuspruch fand. 

PFG geht neue Wege: närrisches Partyfieber statt Prunksitzung

Pforzheim. Um Punkt 20.11 Uhr öffnete das Pforzheimer Autohaus Walter am Samstagabend für Partygäste seine Pforten. Und bei Veranstalter Carsten Eberhardt stieg die Nervosität in diesem Moment ins Unermessliche. Was ist, wenn kaum jemand kommt oder keine Stimmung aufkommt? Doch nur kurze Zeit später bewiesen sich seine Sorgen als unbegründet. Zahlreich eroberten die Narren, Kostümierte und Feierwütige die festlich dekorierte Location und verwandelten die Verkaufsfläche in ein Meer aus Glitzer, Pailletten und Federschmuck.

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PFG feiert „Goldstadt Fasching“ im Autohaus Walter

Eberhardt ist froh, dass seine Party unter dem Motto „Partyfieber - der erste Goldstadt Fasching“ so gut ankommt. „Wir wollten den Pforzheimern etwas Neues bieten, deshalb haben wir uns dazu entschieden, dieses Jahr statt einer Prunksitzung eine Faschingsparty zu veranstalten“, sagte der Sitzungspräsident der Pforzheimer Faschingsgesellschaft (PFG). Und die Idee kommt an: Rund 550 zahlende Gäste feierten ausgelassen zur Musik von DJ Ray und übertrafen sich gegenseitig mit ihren ausgefallenen Kostümen. Von Pilot bis Catwoman, über Dschungelcamp-Teilnehmer bis hin zu Cowboy und Mickey Mouse schienen der Kreativität der Besucher keine Grenzen gesetzt. Den Partygästen gefällt es. „Die Party ist eine gute Abwechslung von den klassischen Prunksitzungen. Es ist toll, dass so viele verkleidet sind und so fröhlich feiern“, sagte Christopher Gengenbach von den Köhler Hexen.

So gänzlich verzichten mussten die Faschingsfreunde dann aber doch nicht auf ihre klassische Prunksitzung. Die Köhler Hexen Büchenbronn heizten dem Publikum mit einer Tanz-Show und zahlreichen, akrobatischen Hebefiguren und Hexen-Pyramiden ein. Auch die Guggenmusik der Kieselbronner Gugge Gaiße begeisterte die Zuhörer mit traditioneller Faschingsmusik und brachte die Wände zum Beben. Sitzungspräsident Eberhardt ist zufrieden.

Es sei nicht leicht, eine Veranstaltung zum ersten Mal auf die Beine zu stellen. Die Planungen begannen bereits fünf Monate zuvor und haben viele Stunden in Anspruch genommen. Umso mehr freut er sich, dass so viele gekommen sind und auch sein Plan, eine jüngere Zielgruppe anzusprechen, aufgegangen ist. „Die Stimmung ist bombastisch, so macht Fasching Spaß“, sagte er, rückte seine schwarze Perücke und den goldenen Partyhut zurecht und stürzte sich wieder ins Partygetümmel. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Die Chancen, die Veranstaltung auch im nächsten Jahr fortzusetzen, stehen laut Eberhardt sehr gut.