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Die 20-köpfige Schautanzgruppe ist eines der Aushängeschilder der PFG. Die Mitglieder gaben unter dem Motto „Leinen los“ Volldampf für die Stimmung. Keller
Der Nachwuchs zeigt, was er kann: die Juniorengarde der Goldfunken.
07.02.2016

PFG-Prunksitzung begeistert Publikum im CongressCentrum

Humor sorgt für Gelassenheit und ist eine regelrechte Kraftquelle, so Rolf Nagel, Präsident der Pforzheimer Faschingsgesellschaft (PFG). Von dieser Medizin gab es bei der Prunksitzung reichlich, dass das CongressCentrum brodelte.

Bildergalerie: Prunksitzung der Pforzheimer Faschingsgesellschaft

Zugleich erlebte die PFG ein Jubiläum: die Goldmasken feiern siebenmal elf Jahre. Nach vier Stunden fand ein Feuerwerk der guten Laune seinen Abschluss im ohrenbetäubenden Finale mit den Kieselbronner Gugge-Gaiße. Schon der Auftakt war mit Einmarsch von Elferrat, Goldfunken und Garden nicht minder schwungvoll. Die Leutrum-Garde ließ ihre Schalmeien erklingen. „Es gibt Gründe, auf die kann jeder Verein stolz sein, wenn die Jugendarbeit gedeiht“, so Präsident Nagel.

Da wächst bei der PFG mit den Juniorengarde den „Goldfunken“, ganz offensichtlich was Großes heran. Sitzungspräsident Carsten Eberhardt war erfreut, die jungen Tänzerinnen anmoderieren zu dürfen. Die kleine Garde mit den Dance Kids und den Goldfunken kamen um eine Zugabe nicht herum. Die beiden Tanzmariechen Svea Allgeier und Denise Runge sorgten mit ihrem Gardetanz der besonderen Art für Aufsehen. Dass man auch im Alter von 40 plus noch tänzerische Klasse bieten kann, stellten die Büchenbronner Mama Mias von den Kohlrabinern eindrucksvoll unter Beweis. Glanzvoll auch das PFG-Aushängeschild „Flößer und Friends“, dessen Tanz unter dem Motto „Leinen los“ stand.

Die Lachmuskeln strapazierte ein letztes Mal Gerd Grochtdreis. Das PFG-Urgestein hatte 39 Jahre lang als „Deutscher Michel“ der Politik den Spiegel vorgehalten. Doch damit ist nun aus gesundheitlichen Gründen Schluss. Bei seiner letzten Büttenrede im CCP kritisierte er unter anderem, dass es keinen Faschingsumzug mehr gibt. Der Saal dankte dem Gewinner der „Goldenen Bütt“ und dem Träger des goldenen Löwen wieder einmal mit stehenden Ovationen.

Die Lacher in der Bütt auf seiner Seite hatten auch PFG-Ehrensenator Karl Knopf und das 110 Jahre alte „Fräulein Baumann“. Die „letzte Überlebende aus Hesters Krabbelgruppe“ nahm die Gesundheitsreform aufs Korn. Die Narrhalla stand auch Kopf beim Auftritt von Melanie Kurz. Sie gab „Atemlos“, „Ein Stern“ und „Sie hat nur noch Schuhe an“ zum Besten. Auf vielen Bühnen zuhause sind die „Tellerplatzlerchen“ vom Ötigheimer Carnevalsclub. Mit einer Komposition aus Gesang und Bütt erfreute die schauspielende Gesangsformation das Publikum. Die Männer machten gerade zu perfekt aus Viva Colonia „Fifa korruptia“. Gern gesehene Gästen im CCP sind auch die Tänzerinnen der Residenzgarde von der Karlsruher Karnevalsgesellschaft Fidelio. Die erfahrene Formation erfreute das Publikum mit einem temperamentvollen und sehenswerten Schautanz. Für Stimmungs- und Tanzrunden sorgte die Partyband „Herzblatt“.