Hauptversammlung Menschen in Not
Kassierer Magnus Schlecht, Kassenprüferin Silke Dussling-Mitschke, die Vorsitzenden Thomas Satinsky und Susanne Knöller, die Beiratsmitglieder Andrea Sabo und Werner Flachs sowie Kassenprüfer Herbert Müller (von links) möchten im Rahmen der Hauptversammlung einfach bei allen Spendern Danke für die großartige Unterstützung der Hilfsaktion „Menschen in Not“ sagen.  Foto: Moritz 

PZ-Aktion „Menschen in Not“ hilft vor Ort und freut sich über großes Vertrauen

2020 war ein ungewöhnliches Jahr, eine schwierige Zeit – auch für die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“. „Wir möchten allen ein herzliches Dankeschön sagen, die den Verein im vergangenen Jahr unterstützt haben“, sagt Thomas Satinsky, Vorsitzender von „Menschen in Not“.

„Denn in diesem besonderen Jahr, in dem die Hilfsaktion mit keinerlei Veranstaltungen in der Öffentlichkeit präsent war, ist das Außergewöhnliche gelungen“, so der Vorsitzende weiter. „Die Leserinnen und Leser haben ,Menschen in Not‘ einen Einnahmerekord beschert.“

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Pforzheim

Glück im Spiel freut Familie: PZ-Tippspiel-Siegerin spendet ihren Gewinn an Bedürftige

Es war die 25. Weihnachtsaktion von „Menschen in Not“ und die bis dahin erfolgreichste: 492.000 Euro wurden gespendet. Der Frauenbereich des Wichernhauses erhält damit eine neue Ausstattung, auf der Terrasse der Anna-Bertha-Königsegg-Schule werden neue Spielgeräte installiert, das Ökumenische Frauenhaus kann jetzt Familien digitale Medien zum Homeschooling zur Verfügung stellen, und ProFamilia hat nun einen Kinderbus. Im Gesamtjahr 2020 spendeten Leserinnen und Leser sogar 735.197 Euro an „Menschen in Not“. „Das ist ein unheimlich schöner Vertrauensbeweis“, so die Vorsitzenden Thomas Satinsky und Susanne Knöller unisono.

1674 Gutscheine für den Discounter Aldi im Wert von jeweils 25 Euro hat „Menschen in Not“ im Jahr 2020 an Bedürftige ausgegeben.

Doch im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Hilfsvereins mit Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2020, die im PZ-Forum stattfand, wurde noch viel mehr besprochen. Susanne Knöller berichtete von den schnellen Corona-Hilfen, die im vergangenen Frühjahr, zu Beginn der Krise, organisiert wurden.

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Pforzheim

So klappt das Homeschooling – „Menschen in Not“ ermöglicht mehr digitale Teilhabe

„Egal, ob es der Aufruf an die Leserschaft war, für die Bewohner des Wichernhauses Hygieneartikel zu spenden, oder für Mädchen und Jungen, die beim Kinderschutzbund angegliedert sind, Osterpakete zu schnüren – die Solidargemeinschaft funktionierte.“ Sie funktionierte aber auch, als sich Pforzheimer Unternehmen zu Maskenherstellern mauserten: H & P Orthopädie-Schuhtechnik und Geschäftsführer Ralph Fritz fertigten unzählige Gesichtsschilder – und spendeten den kompletten Erlös in Höhe von 9505 Euro an „Menschen in Not“.

8.981.164 Euro wurden seit 1994 an „Menschen in Not“ gespendet.

Zwei ganz besondere, weil neue, Spendeneingänge erfreuten das Gremium ebenso: Gleich zwei Erbschaften trat der Hilfsverein an und freute sich über insgesamt rund 110.000 Euro.

Silke Dussling-Mitschke und Herbert Müller, die Kassenprüfer von „Menschen in Not“, konnten nur Worte des Lobes für die gute Buchführung des Vereins finden. Mahnten jedoch auch, dass das Vertrauen der Spender nicht beschädigt werden dürfe. „Es ist richtig und wichtig, dass wirklich jeder kleinste Antrag ganz genau auf Richtigkeit geprüft wird“, so die Experten. Die Vorstandschaft wurde schließlich entlastet.

735.197 Euro spendeten Unterstützer im Jahr 2020 an „Menschen in Not“.

Für das laufende Jahr plant der Verein weitere Projekte. „In Zusammenarbeit mit dem Paritätischen wurden Kinderschutzbund, Q-Prints-and-Service sowie das Familienzentrum Au mit Laptops und Tablets ausgestattet, die sie an bedürftige Familien zum Homeschooling der Kinder verleihen können. Das Angebot wird aufrechterhalten und auf Nachfrage reagiert“, planen Satinsky und Knöller. Der Projektbeirat des Hilfsvereins, der mit Fachleuten aus der Region besetzt ist, entwickele derzeit weitere Projekte gegen Kinderarmut in Pforzheim und der Region. „Die Jüngsten dürfen in der Krise nicht unter den Tisch fallen. Digitale Teilhabe ist uns ein wichtiges Anliegen.“

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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