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Das Friedhofsmobil. Foto: Archiv
Das Friedhofsmobil. Foto: Archiv
19.07.2016

PZ beantwortet Leserfragen: Warum fährt das Friedhofsmobil nicht mehr?

Pforzheim. Es fragt Marianne Hartig (91) aus Pforzheim. Die PZ antwortet:

Für ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, war es eine wichtige Hilfe. Warum wurde das Friedhofsmobil eingestellt?

Aufgrund der Beschwerde eines Bestattungsunternehmers wurde der Betrieb des Friedhofsmobils vorübergehend eingestellt, erklärt der städtische Pressesprecher Philipp Mukherjee. Der Beschwerde werde derzeit nachgegangen. In diesem Zusammenhang wird geklärt, ab wann und in welcher Form ein Weiterbetrieb möglich ist. Das Friedhofsmobil gibt es seit 2008, seit Februar 2016 haben keine Fahrten mehr stattgefunden. Das Gefährt wurde von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner beschafft und wird vom Ortsverein zur Förderung der Bestattungskultur betrieben. Für die Stadt fallen nur Kosten für Strom und Unterbringung an. Es haben durchschnittlich etwa 400 Fahrten pro Jahr stattgefunden. Aber für Personen, die schwach zu Fuß sind, gibt es zwei Alternativen: Wer mit dem ÖPNV kommt, kann sich bei der Friedhofsverwaltung melden und wird – wenn möglich – mit dem friedhofseigenen Elektromobil zur entsprechenden Grabstätte gefahren. Wer mit dem Auto kommt, erhält bei der Friedhofsverwaltung bei Bedarf eine einmalige kostenfreie Einfahrtsgenehmigung (zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 17 und 20 Uhr). Dabei muss natürlich Schrittgeschwindigkeit eingehalten werden. Schwerbehinderte können auch eine ganzjährige Einfahrtsgenehmigung erhalten.