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Dreifach getestet: Die AOK-Ernährungsberaterinnen (von links) Judith Loés Tevu, Antje Demmer und Simone Mühling haben bei der letztjährigen Aktion einige Gerichte der Frühjahrskur schon mal vorgekocht. Foto: Meyer

PZ/AOK-Frühjahrskur: Anschub fürs Wohlbefinden

Viele haben darauf gewartet, jetzt kanns endlich losgehen – die Frühjahrskur von PZ und AOK beginnt am kommenden Montag. Zu den tollen Rezepten gibt es auch wieder viele Tipps zum Muskelaufbau.

Ganz klar, das Motto „aktiv gesund fit“ gibt die Richtung bei der PZ/AOK-Frühjahrskur vor: Gesunde Ernährung und ein gewisses Maß an Sport sollen Bewegung in den – allzu oft eingefahrenen – Alltag bringen. Und gleichzeitig für eine Verbesserung der Gesundheit und Fitness, kurz dem Wohlbefinden, sorgen. Nicht nur bei unseren ausgewählten Testessern, sondern bei allen, die diese Aktion begleiten wollen.

Das sieht auch Simone Mühling vom Projektpartner AOK so: „Es geht darum, ein neues Körpergefühl zu entwickeln und zu spüren, dass man nicht ständig essen muss.“ Drei Mahlzeiten wären nämlich völlig ausreichend. „Durch bewussten Verzicht lernt man danach manches wieder mehr schätzen“, weiß die Ernährungsexpertin. Zudem sei man dann mit weniger zufrieden und achte auf mehr Qualität.

Über allem soll bei dieser Aktion der „Wohlfühleffekt bei den Teilnehmern“ stehen, wie es Simone Mühling ausdrückt. „Es muss nicht unbedingt die Gewichtsabnahme im Vordergrund stehen – viel wichtiger sind das eigene Wohlbefinden und auch der Spaß am Essen.“

Alltagstaugliche Gerichte

Damit die Bausteine Ernährung und Bewegung auch sinnvoll eingesetzt werden können, müssen sie natürlich praxis- und alltagstauglich sein. Dementsprechend wurden die Rezepte im Vorfeld ausgewählt. „Sie gelingen schnell, unter anderem weil aufgrund der Einkaufsliste praktisch alles schon im Haus ist“, sagt Simone Mühling. „Außerdem sind die Rezepte so aufeinander aufgebaut, dass keine Reste übrig bleiben sollten.“

Gleich auf den ersten Blick fällt selbstverständlich auf, dass es sich ausschließlich um vegetarische Gerichte mit vollwertigen Zutaten handelt. Allen Beteiligten wird die Aktion auch in diesem Jahr wieder belegen, dass vegetarische Vollwerternährung nicht nur gesund, sondern auch schmackhaft ist. Allein schon das Auftakt-Rezept „Vollkornpenne mit Spinat-Gorgonzala-Sauce“ ist ein Gewinner.

Doch warum ist Vollwertkost eigentlich so gesund? Die Erklärung ist einfach: Es werden überwiegend Lebensmittel verwendet, die so wenig wie möglich verarbeitet sind. Denn Ernährungsexperten sind sich sicher, dass in nicht oder kaum verarbeiteten Nahrungsmitteln alle für die Gesundheit wichtigen Bestandteile enthalten sind. Bei der Vollwertkost werden zwangsläufig natürlich Vollkornprodukte, Gemüse und Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchte favorisiert sowie Milch und Milchprodukte. In der Regel können auch kleinere Mengen Fisch und Fleisch enthalten sein – bei der Frühjahrskur fallen sie freilich weg.

Als sinnvolle Ergänzung zum Speiseplan agiert das dazu angebotene Bewegungs- und Muskelaufbautraining. Wichtig ist laut AOK-Expertin Mühling dabei: „Dem Körper Signale zu geben, dass keine Muskelmasse abgebaut wird, wie es bei einseitigen Diäten der Fall ist.“

So gelingt der erste Schritt zur besseren Motivation

Wer Freude am Sport hat, ist deutlich motivierter, regelmäßige Sporteinheiten zu absolvieren. Dieser positive Anreiz steckt in uns selbst und wird auch als intrinsische Motivation bezeichnet.

Wer also auf der Suche nach einer interessanten Sportart ist, sollte sich fragen: Ist das mein eigener Wunsch oder mache ich das, weil es gerade angesagt ist? Dann nämlich wäre ein Motivationsknick vorprogrammiert. „Wir haben alle einen inneren Wertekompass, der uns sagt, was richtig für uns ist“, so Professor Dr. Martin Bohus, Wissenschaftlicher Direktor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. „Wenn wir mit diesem in Einklang sind, wenn etwas also ‚unser Ding‘ ist, dann sind wir hoch motiviert und voller Energie.“

Alltagstaugliche Gerichte

Cornflakes mit Heidelbeeren

75 g Heidelbeeren (TK)

½ kleine Papaya oder Mango

1 Orange

125 g fettarme Dickmilchv

1 EL Honig, etwas Zimt

30 g Vollkornflakes

Heidelbeeren auftauen lassen. Papaya halbieren. Kerne mit einem Teelöffel herauslösen. Die Papayahälfte schälen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Früchte in ein Schälchen füllen. Die Orange auspressen, den Saft über die Früchte gießen. Dickmilch, 1 Prise Zimt und Honig gut verquirlen. Vollkornflakes zu den Früchten geben, Dickmilch darübergießen. Sofort servieren.

Ralf Bachmayer 01

Ralf Bachmayer